Seit Geburt wird unser Kind im Tragetuch getragen. Anfangs benutzten wir jedoch noch mehrmals wöchentlich den Kinderwagen für Spaziergänge nicht zuletzt weil unser Kind sehr gerne in der Kinderwagentragetasche schlief und die Energie fürs Tragen nicht immer vorhanden war. Seit unser Kind 15 Monate alt ist wird es ausschliesslich getragen, weil die Vorteile des Tragens in unseren Augen unbestritten sind. Zurzeit  tragen wir im Tragetuch und in einer Komforttrage.
Tragen bedeutet für mich:

„Mehr Freiheit für die Eltern, mehr Geborgenheit für das Kind“

 

Meine Trageberaterausbildung habe ich im 2014 bei ClauWi absolviert. (Grundkurs Januar 2014, Mittelkurs April 2014 und Aufbaukurs August 2014)

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„Der menschliche Säugling gehört zum biologischen Jungentyp des Traglings. Seine gesamte Entwicklung und seine Verhaltensausstattung ist seit Anbeginn der menschlichen Stammesgeschichte hieran angepasst und auch heute nach wie vor gültig“

(Kirkilionis Evelin, Ein Baby will getragen sein)

–> Lange wurden Säugetiere in zwei Jungentypen eingeteilt, Nesthocker und Nestflüchter. Bernd Hasenstein hat in den 1970er Jahren herausgefunden, dass es drei Jungentypen gibt. Er prägte den Beriff „Tragling“

 

„Der Wunsch nach beständiger Nähe und Körperkontakt ist ein Grundbedürfnis im Säuglingsalter. Erst mit etwa neun Monaten sind für ein Baby Gegestände und natürlich auch Personen weiterhin existent, wenn sie nicht zu sehen, zu hören oder zu greifen sind. Erst dann ist die Vorausstzung geschaffen, dass ein Kind das Weiterbestehen der elterlichen Fürsorge auch bei deren Abwesenheit erfassen kann“

(Kirkilionis Evelin, Ein Baby will getragen sein)

–> Sie spricht hier von der Objektpermanenz welche es sich zu verstehen lohnt, wenn mensch den Alltag mit Babys teilt.

 

 Wichtige Punkte zum Thema Tragen:

  • Der Schlüssl zu einer funktionierenden Beziehung ist, nicht zu letzt auch wegen der hormonellen effekte, Körperkontakt.
  • Babys sind in Körperkontakt entspannter und gehen gelassener mit äusseren Reizen um.
  • Das Tragen bringt Erleichterung in den Alltag und bereichert das Familienleben.
  • Die Tragenden erleben sich als Früsorgende ohne bestimmte Tätigkeiten aufgeben zu müssen.
  • Das Tragen ermöglicht uns die wichtigsten Eckpfeiler des Bondings und der Kommunikation zu verbinden.
  • Unsere anatomische und physiologischen Gegebenheiten zeigen, dass Tragen kein Trend ist, sondern Babys evolutionsbedingt davon ausgehen.

(Dibbern Julia, Schmidt Nicola, Artgerechtskrip 2013)

 

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Aktuell gibt es eine grosse Auswahl von Tragemöglichkeiten. Fast für jeden kann daher eien passende Option gefunden werden.

  • Tragetuch –> Wir haben Tragetücher der Marken Didymos, Storchenwiege, Girasol und Kokadi in verschiedenen Längen.
  • Sling –> Wir haben Slings der Marken Didymos und Storchenwiege
  • Tragehilfen –> Wir haben folgende Tragehilfen: Luemai, Mysol, Kokadi TaiTai, Didytai, MilaMai, Baby-Roo Huckepack Full Buckle und African Baby Carrier.

 

Anforderungen an eine Tragehilfe:

  • Das Kind wird beim Tragen ausreichend gestützt und es sackt nicht in sich zusammen.
  • Die Beine befinden sich in der Anhock-Spreiz-Haltung und die Tragehilfe lässt natürliche (gerundetete) Haltung des Rückens zu.
  • Das Tragen ist sowohl für das Kind wie auch für den Tragenden konfortabel.
  • Die optimale Körpertemperatur des Kindes ist gewährleistet.

 

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