Die ersten BUX werden ausgeliefert

Nun ist es endlich soweit – In den nächsten Tagen werden die ersten BUX aus unserem Lager versendet! Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten.

Die ersten Bestellungen werden wir am 24. Dezember persönlich übergeben. Wir freuen uns, euch nun direkt ab Lager beliefern zu können. Die erste Lieferung hat sich aufgrund von Importschwierigkeiten etwas verzögert.

Wir haben die Bux Wind-Wetter-Hosen in verschiedenen Farben und Grössen an Lager und versenden diese innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Der Matsch und Schlamm kann kommen!

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Vertrauen in die Fähigkeiten des Babys

Als ich mit dem zweiten Kind schwanger war, habe ich zum dritten mal das Buch von Willi Maurer „Der erste Augenblick des Lebens. Der Einfluss der Geburt auf die Heilung von Mensch und Erde“ gelesen.

Folgende stelle möchte ich hier zitieren (S. 304) (Taro ist die 2.5 Jährige Tochter von Clara):

Um vor unserem Weggehe noch eine dringliche E-Mail zu schreiben, begebe ich mich zwei Stockwerke höher. Nach kurzer Zeit kommt Taro, die sich offensichtlich für mich interessiert, allein die steile, praktisch geländerlose Wendeltreppe hoch. Mir stockt für einen Moment der Atem, doch ein helfender Eingriff ist nicht mehr möglich, denn schon ist sie oben. Clara hatte mir schon zuvor erklärt, dass Taro sich auf Treppen und Mauern völlig sicher bewege, da sie von klein auf instintiv gelernt habe, sich diesbezüglich nichts zuzutrauen, was sie nicht vorher >>be-griffen << habe.

Taro erkundet mein Arbeitszimmer und will sich anschliessend wieder auf den Rückweg ins untere Stockwerk machen. Ich bin entschlossen, mich vorsichtshalber unter die Treppe zu stellen, falls sie ausrutschen sollte. Doch erst einmal lasse ich ihr Zeit, sie hat sich offensichtlich doch noch nicht entschieden, die Treppe hinunterzugehen. Sie sitzt auf der obersten Stufe, schaut hinunter und äussert Laute des Zweifels und des Bedarfs nach Hilfe. Obwohl sie zur Mutter zurück will, stürmt sie nicht einfach los, weil sie sich das offensichtlich schwierigere Hinuntersteigen noch nicht zutraut, und so trete ich in Aktion, um sie auf dem Treppenstück zu begleiten. Aha, denke ich, wenn das feine Signal dieses Kindes gehört wird, muss es gar nicht erst laut werden. Doch wenn es nicht gehört würde, würde es selbstverständlich nicht zögern, mit aller Kraft zu schreien. Wie wunderbar ist doch diese Fähigkeit so klar um Hilfe zu rufen. Ein Stück gegenseitiges Vertrauen ist am Wachsen, ein Stück >>Neue Erde<< ist entstanden.

Wir haben uns entschieden unser zweites Kind von Anfang an noch mehr selbst machen zu lassen als das Erste. In den ersten Monaten waren wir immer ganz nahe bei seinen Neuenddeckungen dabei. Wir liessen es aber machen. Mit 6 Monaten fing es an zu kriechen. Mit 6.5 Monaten konnte es sich an Gegenständen hochziehen und stehen. Mit 8 Monaten konntdsc_1657e es an Gegenständen entlang gehen. Danach fing es mit 8.5 Monaten selbst an zu sitzen. Zuerst in einer Art knienden Position zwischen den Beinen, später mit gestreckten Beinen.  Um Distanzen einschätzen zu lernen, wurden Hindernisse zuerst vorwärts überwunden oder vorwärts Höhen abgetastet. Mit ca. 9.5 Monaten ging es automatisch rückwärts vom Sofa runter. Diese Fähigkeit wurde ein paar Tage ein geübt bis wir das Kind auch ohne dabei zu sein, machen liessen. Etwas später mit ca. 10 Monaten übte es aufs Sofa hinauf zu klettern bis auch das klappte. Ebenso mit 9.5 Monaten fing es sich an, fürs Treppensteigen zu interessieren. Wir begleiteten unser Kind während der ersten Zeit ganz nahe beim Treppensteigen. Nach einem Monat liessen wir es die ersten vier Stufen aus Sichtweite hinauf krabbeln. Seit es nun 11 3/4 Monate alt ist, geht es unsere Treppe selbständig hinauf und runter ohne das wir direkt dabei sind. Oft sind wir aber noch in der Nähe. Ebenso klettert unser Kind selbständig auf den Kletterbogen und wieder runter. Weiter haben wir sowohl in der Küche wie auch im Badezimmer einen Zweitritt auf welche es selbständig hinauf und runter klettert. Manchmal sind wir direkt dabei und manchmal nicht. Wenn ich merke das das Kind müde ist, stelle ich entweder diedsc_1960 Zweitritte an einen unerreichbaren Ort oder begleite das Kind eng bei seinen Erkundungen. Es macht so viel Freude zu sehen was schon kleine Kinder für Fähigkeiten haben, wenn man sie nur lässt. Ein Restrisiko gibt es immer, wobei ich dieses nicht grösser einschätze als beim Fünfjährigen, denn unser Kind ruft uns zuverlässig, wenn es nicht mehr weiterkommt, wenn es nicht mehr mag oder wenn es in einer Lage ist, aus der es nicht selbst wieder heraus kommt. Ich bin der Meinung, dass, wenn wir in der Anfangsphase vom einüben von neuen Fähigkeiten in Bereitschaft stehen und die Kinder erst ganz selber lassen, wenn sie sich und wir uns dabei sicher fühlen, vieles Unvorhergesehenes vermieden werden kann.

Für uns machen Treppenabsperrungen, Laufgitter, Schrankverschlüsse, Learningtower etc. wenig Sinn.

sein Glück finden

Glück kann nur in der Gegenwart stattfinden, nicht in der Zukunft. Wir haben nur die Möglichkeit, jetzt und heute und hier an diesem Ort glücklich zu sein, in der Situation, in der wir uns im Moment befinden.
Lienhard Valentin

Dieses Zitat aus dem Buch „Die Kunst, gelassen zu erziehen“ passt super in unsere Zeit. Immer mehr Leute streben ein mehr an, setzen dem Glück Bedingungen wie z.B. „Wenn ich doch nur … hätte, dann wäre ich Glücklich“, anstatt im hier und jetzt sein Glück zu sehen. Wir oder die Meisten unter uns haben das Glück, alles zu haben was sich viele nur erträumen können. Wir haben es, nur – sind wir auch glücklicher damit? Meistens nicht, denn Materialismus macht an sich nicht glücklich.

Also nehmen wir uns doch zu Herzen, und suchen das Glück im hier und jetzt.

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Verkehrshaus

Der erste Besuch mit Kinder im Verkehrshaus.

Es waren fast zu viele Eindrücke. Nach drei Stunden war es definitiv genug.

Vieles wurde begeistert angesehen. Alles wurde dem Tempo des Kindes angepasst.

Jetzt sollten wir eigentlich Zeit haben in den nächsten Wochen immer Mal wieder ins Verkehrshaus zu gehen, damit unser Grosser sich dort wohlfühlen und die Dinge in sich aufsaugen kann. Leider müssen wir die kommenden Besuche auf nächstes Jahr verschieben.

Wir haben für uns entschieden, dass wir mit den Kindern so lange ein Museum besichtigen bis sie genug davon haben und erst dann das nächste anschauen. Eigentlich sind wir noch beim naturhistorischen Museum in Bern. Dieses haben Vater und Sohn in den letzten Wochen sechs mal besucht und das Interesse des Kindes ist immer noch da.

Im Verkehrshaus waren wir nur, weil uns der Weg aus einem anderen Grund letzten Sonntag nach Luzern führte. Ich wollte wieder einmal zwei Sachen verbinden, was hier eine machbare aber nicht besonders kinderfreundliche Entscheidung war.

 

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Heute Abend im Zug: „Mama weshalb steht dort eine zwei?“

Ich innerlich 🙂 „Oh jetzt kann unser Grosser bereits Zahlen lesen“….. „Ja das freie Lernen funktioniert wirklich.“

Diese Szene kam passend zu einem Gespräch im Freilernerturnen. Schade, dass nicht alle Inspektoren die gewünschte Offenheit für jegliche Lernformen haben.

So schön, dass es Eltern gibt die unschooling leben und leben wollen 🙂

Wildlinge tragen – Ein durchzogenes Fazit

Wildlinge, wer kennt sie nicht, die Barfussschuhe schlecht hin. Schlichtes Design, bequeme Passform, leicht, anpassbar und fair produziert. Was will man mehr? Leider gibt es bei diesen Schuhen aber auch gravierende Nachteile, die sich vorallem bei erwachsenen Schuhträgern zeigen. Nach ein paar Monate mit Wildlingen awildlingeproblemn den Füssen können wir nun endlich auch Langzeiterfahrungen über diese Schuhe mit euch teilen.

Schon seit längerer Zeit sind wir auf der Suche nach öko Barfussschuhen über die ganze Familie. Mit dem Wildling Schuh haben wir uns in einen Barfussschuh verliebt, der in allen Bereichen glänzte. So war unser erster Eindruck. Sogleich haben wir mehrere Paare dieser Wildlinge für unseren Sohn (5 Jahre) und uns Erwachsene bestellt. Die ersten Anprobiermomente waren überzeugend und wir verliebten uns in sie.

Um diese Schuhe ausgiebig zu Testen, haben wir entschlossen, mit diesen Barfussschuhen ein paar Tage auf dem Jackobsweg über Stock und Stein, Wiesen, Asphalt und Waldwege zu gehen.

Schon ein paar Tage später bemerkten wir, dass der Stoff im Sohlenbereich beim diagonalen Einschnitt sehr belastet wird. Ebenfalls verspührte ich bei mir eine Druckstelle im Ballenbereich. Dies habe ich zu diesem Zeitpunkt aber auf meine untrainierten Füsse zurückgeführt.
Eine Woche später nach täglichem Gebrauch war diese Stelle bei uns Erwachsenen mehr oder weniger durch gescheuert. Diese Abnutzung machte mich stutzig und ich fragte mich, ob wir wirklich den richtigen Schuh gefunden haben. Ich nahm mir nun die Zeit dieses Problem zu analysieren. Als Ingenieur beschäftige ich mich täglich mit Problemlösungen.
Nach genauem hinschauen denke ich die Ursache für das Sohlenproblem gefunden zu haben.

Ich habe die Druckbelastungen beim Barfussgehen analysiert und festgestellt, dass genau im Bereich der höchsten Druckbelastung im Ballen die Sohle einen Einschnitt aufweist. Um dies zu verdeutlichen habe ich ein Druckbild eines Barfussläufers über die Sohle gelegt.
Da der diagonale Sohleneinschnitt (gelb umrahmt) einen Dickenunterschied von ca. 4 Millimetern aufweist, entsteht dort eine unangenehme Druckstelle.

Diese Einsicht habe ich dem Wildlinge-Team unterbreitet. Mein Vorschlag, die Sohle so abzuändern, dass im gesamten Fussabdruckbereich (im Bild grün umrahmt) keine Einschnitte vorhanden sind, wurde leider abgelehnt. Das Durchscheuerproblem wollen sie mit abriebbeständigerem Stoff lösen.  Der diagonale Einschnitt sei für sie der grosse Vorteil von ihrem Produkt im Vergleich mit anderen Barfussschuhen. Dieser Einschnitt mache den Schuh anpassbar an die verschiedensten Füsse. Das Druckstellenproblem im Ballenbereich sei für sie kein Design-Problem, da sich bis jetzt noch niemand darüber beschwert hätte. Ich sei der Erste, der das gemeldet hat. Somit würden die Vorteile des diagonalen Einschnitts für sie überwiegender als deren Nachteile.

Diese Antwort hat mich etwas enttäuscht, da ich der Ansicht bin, dass dieses Sohlendesign mit dem diagonalen Einschnitt gravierende Nachteile mit sich bringt. Diese Nachteile sind für mich so gross, dass wir den Wildling Schuh schweren Herzens nicht mehr für Erwachsene empfehlen können.

Für mich habe ich die Lösung gefunden. Diese werde ich in einem separaten Post aufzeigen.

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Lernen ist eine zarte Angelegenheit

Es ist endlich soweit, ich schreibe meinen ersten Text übers Lernen. Für mich ist es wie eine Selbstoffenbarung, denn das Lernen liegt mir so am Herzen.

Natürliches Lernen zu erhalten ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben die es gibt. Ein Baby lassen wir in der Regel in den ersten Monaten noch nach seinem Rhythmus lernen und greifen eher wenig ein. Spätestens beim Sitzen- und Gehen lernen wird aber schon zum ersten mal ernsthaft eingegriffen. Es wird gestützt, ermuntert, erwartet, gelobt etc. Muster die sich fortan durchs ganze Leben ziehen, aber eigentlich nicht sein müssten.

Was würde Geduld, abwarten, staunen und benennen verändern? Der natürliche Trieb würde von Anfang an erhalten. Tatsachen und Gegebenheiten würden an Stelle der Einteilung von gut und schlecht rücken. Das Vertrauen, der Entdeckungstrieb, der Lerntrieb, der Spieltrieb, die Neugierde würden erhalten bleiben. Die eigenen Fähigkeiten würden entdeckt. Es würde nach Lust und Laune ohne Scham ausprobiert. Es gäbe kein Machtgefälle und Gegeneinander, sondern ein Miteinander und Nebeneinander.

Was heisst das nun konkret?

Kinder lernen intrinsisch motiviert. Wenn man Kinder von Anfang an lässt, sie nur unterstützt wenn sie es wirklich brauchen, zwar präsent ist aber nicht omnipräsent, wird es ihnen kaum je langweilig sein, denn ihr Entdeckungstrieb und Erforschnungstrieb ist grenzenlos.

Wir Erwachsenen sind da. Je nach Alter in greifbarer, sichtbarer oder hörbarer Distanz. Wir sind präsent, abrufbar aber nicht aktiv, direktiv, urteilend und einteilend.

Schon nur Zeit ist ein einwirken auf die natürliche Entwicklung. Zeit ist eine Einteilung. Zeit bringt oft Unterbrechung. Der Flow wird gestört, dieser einzigartige grossartige Zustand des Seins. Des Seins ohne etwas zu müssen, des Seins in der Gegenwart, der Tiefe, des Glücks, der Entspannung, des Strahlens, der Ruhe….

…Gefühle die wir uns wünschen aber irgendwo auf unserem Lebensweg zurückgelassen haben und nur noch viel zu selten hervorrufen können. Dieser Automatismus ist kaputt gegangen aber wie und wo?

Oft läuft die Schwangerschaft bereits nur nebenbei, die Geburt wird nicht halb so geplant wie später ein Geburtstagsfest, das Wochenbett wird zum gefühlten Marathon und die Stillzeit wird zur Wirbelzeit. Stress, Zeitdruck und Ängste werden von Anfang an auf die Kinder übertragen. Alles Eigenschaften die natürliches Lernen schwierig bis unmöglich machen.

Was nun?

Zum Lernen braucht es Ruhe, Erdung und Gelassenheit. Kommt Langweile auf haben wir die natürliche Lernkomfortzone bereits verlassen. Um diese Lernkomfortzone wieder zu erreichen dürfen wir uns dem Deschooling öffnen. Dies bedeutet Langweile zu überwinden und wieder zu entdecken, zu uns zurück zu finden egal ob wir bereits in der Schule waren oder schon zuvor von unserem Umfeld manipuliert wurden. Jegliche Formung des Kindes führt zur Degeneration des natürlichen Lernprozesses. Erklären und Begleiten führt hingegen zu Erkenntnis und Integration. Rituale und Regeln führen zu Sicherheit und Zugehörigkeit. Natürliches Lernen ist Integrität ohne Macht und Urteil. Natürliches Lernen ist Verstehen durch Erfahrung, durch eigene Erkenntnis.

Wo findet natürliches Lernen statt?

Überall wo Begleitung mit echter Beziehung stattfindet. Nachhaltiges Lernen kann nur mit Beziehung stattfinden. Entweder mit Beziehung zu einer Sache oder mit Beziehung zu einem Menschen. Bei kurzen Inputs wie bei Lektionen, Vorträgen, Workshops und oberflächlichen Begegnungen können wir nicht in eine echte Beziehung mit anderen Menschen kommen. Eine Beziehung zur Sache haben wir nur, wenn wir uns dafür interessieren und der Wunsch zu einem Input von uns selbst, aus unserem inneren, kommt. Häufige Themenwechsel und Berieselung machen deshalb wenig Sinn, denn diese führen nur zu Reizüberflutung und Desintegrität. Desintegrität führt zu Mauren und Hürden um und über unsere wahren intrinsischen Wünsche. Sind wir nicht im Einklang, haben es auch alle um uns herum viel schwerer im Einklang zu sein. Unausgeglichene Eltern haben viel eher die Tendenz, ihre Kinder unbewusst oder bewusst zu formen oder für etwas begeistern zu wollen und stellen viel eher Erwartungen und Ziele auf.

Das Deschooling der Erwachsenen sowie die eigene Integrität erfolgt optimalerweise vor dem Eltern werden. Konnte dies nicht vor der Elternschaft geschehen oder wird es erst durch die Elternschaft ausgelöst, empfiehlt es sich seine eigenen Themen mit ausgewählten Fachpersonen anzuschauen, denn natürliches Lernen zu begleiten ist ein herausfordernder Fulltimejob. Es sollte jedoch kein Job sein oder bleiben, sondern ein ausgeglichenes Zusammenleben und -lernen sein.

Das Lernen wird von liebevoller Beziehung genährt. Bindung ist hier fehl am Platz. Wir binden die Kinder weder an uns noch ein. Wir gehen in Beziehung mit ihnen. Wir tragen sie unter dem Herzen, am Herzen und nehmen sie zu Herzen. Wir nehmen sie optimalerweise in ihrer ganzen Grösse war. Einer Grösse, die nicht kleiner ist, als unsere. Sie sind genau so ganz wie wir Erwachsenen und mindestens ebenso Weise. Wir können von ihnen lernen und sie von uns. Natürliches Lernen findet ohne Diktatur und ohne Wertung statt. Natürliches Lernen ist Begeisterung für eine Sache oder eine Person. Natürliches Lernen ist Verschmelzung so intensiv und so lange wie es braucht um damit erfüllt und glücklich zu sein.

Natürliches Lernen kann überall stattfinden. Es ist weder Ort, noch Zeit, noch Postleitzahl, noch Jahrgangsgebunden. Natürliches Lernen braucht Freiheit in Sicherheit.

NATÜRLICHES LERNEN BRAUCHT GEBORGENHEIT IN SICH SELBST, ES IST LIEBE PUR.

(Dieser Text ist weder vollständig noch abschliessend, bleibt aber so stehen. Weitere Texte übers Lernen werden zu gegebener Zeit folgen.)

Brauchst du Beratung? Dann schau mal hier vorbei.

Schulfreifestival 2016

Tolle Aktivitäten wurden Angeboten und es gab interessante Vorträge zu hören. Viele spannende Gespräche mit lieben Menschen kamen zu standen. Wir fühlten uns rundum wohl.

Mehr über das Schulfreifestival erfährst du hier.

 

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Klimacamp 2016

Dieses Jahr war unser Besuch am Klimacamp ungewöhnlich kurz, weil wir noch diese Woche an ein anderes Festival fahren. Wir finden solche kleine Camps eine Bereicherung für die ganze Familie.

http://www.klimacamp.ch/

 

 

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Unsere Erfahrung mit Pertussis / Keuchhusten / Gogolüsche

In diesem Artikel wollen wir unsere Erfahrungen welche wir und unsere ungeimpften Kinder mit Keuchhusten gemacht haben festhalten. Bevor wir mit unserer Geschichte beginnen, möchte ich zuerst etwas ausholen und mit der Theorie beginnen.

Was ist Keuchhusten?

„Keuchhusten ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die durch ein Bakterium namens Bordetella pertussis ausgelöst wird. Diese Bakterien produzieren ein Gift, das Pertussis-Toxin, das für die Hustenanfälle verantwortlich ist. Es sorgt dafür, dass sich die Bakterien gut an den Schleimhäuten der Atemwege anhaften und vermehren können. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Sprechen und Husten.“ (BAG)

Das Krankheitsbild

„Eine bis drei Wochen nach der Ansteckung kommt es im ersten Stadium der Krankheit zu grippeähnlichen Symptomen mit unauffälligem Husten. Nach weiteren ein bis zwei Wochen entwickelt sich daraus der typische, stakkatoartige Husten, der bis zu sechs Wochen anhält. Bei den Hustenattacken wird ein zäher Schleim ausgeworfen, oft gefolgt von Erbrechen. Die Erholungsphase mit langsam abklingenden Symptomen dauert Wochen bis Monate. Gefürchtete Komplikationen, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern, sind Lungenentzündungen, Krampfanfälle und eine Schädigung des Gehirns.“ (BAG)

Kein Nestschutz

Für die Krankheit sind auschliesslich zellgebundene Abwehrkörper zuständig, deshalb kann die Muttermilch keinen Nestschutz bieten. Deshalb sollte sich jede Mutter mit Säugling von hustenden Menschen fernhalten. (Dr. Friedrich Graf)

Impfung gegen Keuchhusten

Die Keuchhustenimpfung mit den umstrittenen Aluminiumverbindungen wird vielen Kindern schon im ersten Lebensjahr bis zu vier Mal verabreicht. Gemäss einer aktuellen Studie wird die bisher angenommen langjährige Wirkung der Keuchhustenimpfung in Frage gestellt. Bei dieser Studie wurde festgestellt, das geimpfte Kinder etwa genau so häufig an Keuchhusten erkrankten wie ungeimpfte Kinder. (Zentrum für Gesundheit)

Die alte Keuchhustenimpfung stand in hohem Masse im Verdacht schwere Schäden im Nervensystem ausgelöst zu haben. Ein neuer Impfstoff kann das Gleiche auslösen, nur statistisch seltener (Dr. Friedrich Graf)

Es gibt keine Doppelblindstudien und keine Referenzstudien zur Wirkung von Impfungen.

Hausmittel

Jegliche Hausmittel sind nutzlos bis schädlich, weil es sich um Läsionen der Atemwege handelt, die nicht weg gehustet werden können. (Dr. Friedrich Graf)

Antibiotika

Eine antibiotische Therapie beeinflusst Dauer und Heftigkeit der Hustenattacken häufig nicht wesentlich, da sie in der Regel nicht früh genug eingesetzt wird, um eine deutliche klinische Verbesserung zu erzielen.

Das Antibiotika reduziert die infektiöse Phase auf ca. 5 Tage.

„Man kann einem Säugling nichts Schlimmeres antun, als ihm Antibiotika zu verabreichen. Denn Antibiotika töten unterschiedslos Bakterien, die guten wie die schlechten. Das Immunsystem des Babys wird durch eine Antibiotikabehandlung für immer verändert und da die meisten Neurochemika ebenfalls im Darm gebildet werden, wird auch das Nervensystem des Babys verändert. Antibiotika, die als Retter der Menschheit vor Krankheiten gepriesen werden, bescheren uns Krebs und degenerative, chronische Erkrankungen. In dem Moment, wo dem Säugling oder Kind das erste Antibiotikum verabreicht wird, werden die Darmbakterien ausgelöscht und die Fähigkeit des Immunsystems, ausreichend Immunzellen zu bilden, für immer beeinträchtigt. Der Darmpilz hat nun keine Widersacher mehr und beginnt sich auszubreiten, ohne von den freundlichen Bakterien in Schach gehalten zu werden. Auf den Pilz folgen Parasiten, die ebenfalls von den Nahrungsmitteln und Mineralstoffen leben, die doch eigentlich den Körper ernähren sollen. Der erste Schritt zu Krankheit und Krebs ist getan. Der gleiche Prozess läuft ab, wenn ein Erwachsener nur ein einziges Mal Antibiotika einnimmt. Alles wird dauerhaft verändert, jahrelange gezielte Ernährungs- und Probiotika-Therapien sind nötig, um wieder so etwas wie Normalität im Körper herzustellen.“ (Craig Stellpflug)

 

Unsere Geschichte

Wir schreiben den 30. Mai, ich blicke in ein paar rote Augen und frage ein befreundetes Mädchen ob es geweint habe. Dieses antwortet nein es habe nur gehustet. Genau diese Szene sehe ich immer wieder vor mir obwohl es nicht der eigentliche Anfang unserer Keuchhustengeschichte war.

Noch am selben Tag berichtet mir die Mutter dieses Mädchen von dem schlimmen Husten, den ihre Kinder hätten. Ein Husten der bis zum erbrechen führe. Wenige Tage später erhielten wir die telefonische Nachricht, dass es  Keuchhusten sei. Bis zum positiven Testergebnis hatte ich mir noch nicht viele Gedanken über den Husten gemacht und war mir „der Hustengefahr“ für Babys nicht bewusst. Doch jetzt hatte ich ein wenig Angst, denn ich meinte mich zu erinnere , dass mir erzählt wurde, dass ich als Baby fast an Keuchhusten gestorben sei.

Irgendwie sagte mir mein Gefühl von beginn weg, dass meine Kinder bereits angesteckt waren. Meine Recherchen bestätigten mir, dass Keuchhusten sehr ansteckend sei. Unser Grosser verbrachte zudem aussergewöhnlich viel Zeit mit den erkrankten Kindern, bevor wir wussten, dass sie Keuchhusten haben. Zuerst ging ich jedoch oberflächlich davon aus, dass nur der Grosse angesteckt wurde. Ich versuchte dementsprechend der Kleine so gut wie möglich zu schützen und abzuschirmen, auch wenn es fast hoffnungslos war ihn von dieser Krankheit zu bewahren.

Am 6. Juni am Abend fing der Grosse schliesslich an zu husten. Der Kleine eine knappe Woche später. Nach den ersten Recherchen beschloss ich möglichst bald einen Arzttermin zu vereinbaren, weil ich las, dass nur in der ersten Phase etwas gegen Keuchhusten unternommen werden konnte. Der erste Arzttermin am 13. Juni verlief dann aber etwas suboptimal. Der Arzt ging davon aus, dass unsere Kinder nicht erkrankt waren, da der Husten noch selten und noch nicht keuchhustenspezifisch war. Eine Woche später, am 21. Juni, führte uns der Weg jedoch nochmals zum Arzt mit schon ziemlich hustenden Kindern. Der Grosse hustete zu diesem Zeitpunkt schon bis zum erbrechen. Ich entschied mich in dieser Situation einen Test zu machen, auch wenn der Arzt und ich uns inzwischen einig waren, dass die Kinder Keuchhusten hatten. Irgendwie war die Unsicherheit in den vorangegangenen 14 Tagen zu anstrengend, so dass ich die Krankheit nun vom Labor bestätigt haben wollte. Denn freiwillig würde ich wohl nicht wochenlang zuhause bleiben und jeglichen Menschenkontakt meiden. Diese Massnahme fand ich jedoch seit dem ersten Keuchhustenverdacht als selbstverständlich, denn ich wollte nicht weitere Ansteckungen verantworten müssen.

Der Test ist keine grosse Sache. Es wird lediglich einen Abstrich in der Nase entnommen. Der Grosse wollte dies trotzdem nicht, deshalb mussten wir den Test leider beim Kleinen machen. Für diesen war es zwar kurz unangenehm, er reagierte aber gut und wurde gleich nach der Entnahme gestillt.

Beim selben Termin war unser Arzt der Meinung, dass beide Kinder (Baby und Kleinkind) in der Lage seien, Keuchhusten ohne Antibiotikabehandlung zu überstehen. Antibiotika würde nur das Immunsystem schwächen und möglicherweise sogar die Krankheit unnötig verlängern. Unser Kleiner war zum Zeitpunkt des Hustenausbruches ziemlich genau 6 Monate alt und ich machte mir ziemlich Sorgen um ihn, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass unser Baby diese intensive Phase gut überstehen wird. Die Zuversicht des Arztes war in diesem Moment auch sehr unterstützend, denn wir als Paar waren uns zuvor schon einig, dass wir keine Antibiotika geben möchten. Ich hätte bei einer Unstimmigkeit jedoch nicht mehr sachlich denken und vernünftig abwägen können.

Danach folgte eine intensive Zeit. Beide Kinder hatten drei Wochen lang einen sehr intensiven Husten, bei dem sie auch immer wieder erbrachen. Da der Start der intensiven Phase auch wieder zirka um eine Woche versetzt war, kam ich als Mutter fast einen Monat lang kaum zu Schlaf. Dies zerrte sehr an meinen Kräften. Auch die Gegebenheit, dass ich nicht unter die Leute konnte und mich somit wegen der Ansteckungsgefahr nicht frei bewegen konnte, machte mir nach den ersten Wochen ziemlich zu schaffen. Im Gegenzug genossen wir es aber irgendwie auch alle einfach mal einige Wochen fast nur Zuhause zu sein. Es war so schön einfach in den Tag hinein zu leben, viel zu Ruhen, Geschichten vorzulesen und einfach mal nur zu sein. Ein Bonus hatten wir aber noch, wir konnten die Familie treffen, von der wir den Keuchhusten hatten und das taten wir auch. Zudem telefonierten wir öfters zusammen über den aktuellen Stand und den Verlauf der Krankheit. Bei diesen Telefonaten sagte ich trotz der Aufregung und wohl auch ein bisschen Unsicherheit, oft „alles wird gut“. Ich glaubte immer daran, auch wenn ich mich hin und wieder durch meine Internetrecherchen verunsichern liess.

Die Frustrationstoleranz der Kinder wurde in dieser Zeit ziemlich auf die Probe gestellt, manchmal hatten sie oder besser gesagt eigentlich wir alle genug von dem Husten. Doch wir konnten insgesamt den Husten gut annehmen. Wir glaubten immer daran, dass die Kinder damit gut zu recht kommen und das der Husten auch einen Grund hatte. Mir kreisten auch immer wieder Gedanken durch den Kopf, wie: Was nimmt den Kindern den Atem? Was ist bei uns so zum „kotzen“? Und ich hatte dann auch genug Zeit den Antworten ins Gesicht zu sehen. Zu reflektieren und nach neuen Möglichkeiten zu suchen.

Mitte Juli liess der Husten dann endlich nach. Ja es war dann wirklich ein endlich, denn ich merkte nun, dass ich nicht mehr so schnell reagierte wenn ein Kind hustete, dass der Husten schon fast zu alltäglich wurde. Kurz darauf nach ca. 8 Wochen, konnten wir ziemlich sicher sein, dass wir nicht mehr ansteckend waren. Wir freuten uns sehr wieder Menschen zu treffen, die Aktivitäten steigerten sich schnell wieder auf das Mass wie vor der Erkrankung. Wir gingen wieder unseren Projekten nach, trafen andere Menschen, machten Unternehmungen und und und. Möglicherweise war und ist es einfach zu viel für uns, denn jetzt nach 15 Wochen, in der Ausklingungsphase, ist der Husten immer noch nicht ganz vorüber. Meistens weckt der Husten immer noch unseren Kleinen kurz nach dem er eingeschlafen ist. Dies öfters am Abend. Die Nächte sind aber wieder viel entspannter und wir geniessen es wieder einigermassen ausgeschlafen in den Tag zu starten.

Beim Grossen zeigt sich der Husten nur noch wenn er sich aufregt oder anstrengt aber dann kann er sich immer noch heftig äussern. Auch dies wird seinen Grund haben, über den wir weiter refflektieren dürfen.

Es ist gut so wie es war, auch wenn es anstrengend war. Impfen macht für uns immer noch keinen Sinn. Wir gingen für uns ganz klar den richtigen Weg, den wir bis heute nicht bereuen. Wir gehen davon aus, dass die Gesundheit viel mehr von dem Umgang untereinander und der Begleitungsart der Kinder abhängt, sowie durch die Ernährung beeinflusst werden kann, als von medizinischen Interventionen, egal ob (scheinbar) präventiv oder akut.

Ach ja…..etwas haben wir noch gelernt: „Das Wort Gogolüsche“. Es ist das Berndeutsche Wort für Keuchhusten.

Ballenberg

DSC_9471 DSC_9459 DSC_9451 DSC_9428 DSC_9425 DSC_9422 DSC_9409 DSC_9395Ein Besuch auf dem Ballenberg lohnt sich für kleine und grosse Entdecker.

Wir haben uns für eine gemütliche Besichtigung entschieden und deshalb nur ca. die Hälfte an einem Tag angeschaut.

Mit Baby und Kleinkind auf dem Jakobsweg unterwegs

Am letzten Sonntag war es soweit, wir starteten unser FamilienprojDSC_8924ekt Jakobsweg in Frankreich. Die Vorfreude war gross, denn durch unsere vielen Projekte haben wir nur selten solche unverplante ruhige Familienzeit.

Mit Wildlingen an den Füssen und Pickapoohsonnenhüten auf dem Kopf traten wir am Morgen frohen Mutes die Reise mit dem öffentlichen Verkehr an, welche uns an unseren Ausgangsort in Bardonnex-Compesières führte.DSC_8601

Die erste Strecke von Compèsieres bis Neydens legten wir mehrheitlich Barfuss zurück. Unsere Sachen konnten wir Regensicher in unserem  Bollerwagen verstauen, welcher uns während der ganzen Reise begleitete. Auf dem Weg gab es vieles zu entdecken, welchem wir Raum und Zeit liessen. An diesem Tag fanden wir glücklicherweise innert paar Minuten eine Schlafplatz. Zur Freude unseres Kleinkindes war dieser auf einem Campingplatz mit vielen anderen Kleinkindern und tollen Spielmöglichkeiten.

Am nächsten Tag konnte sich unser Kleindkind nur schwer voDSC_8984m Campingplatz trennen, doch unsere Reise ging mit frisch eingekauften Biolebensmitteln und mit Wildlingen an den Füssen weiter bis nach Charly. Nach einem steilen Aufstieg wurden wir mit einer sehr schönen Aussicht belohnt. Kirchen und Friedhöfe wurden besichtigt. Nebst den tollen Naturschätzen erweiterten auch diese den Horizont von uns und unseren Kindern. Die zweite Nacht verbrachten wir in einem Pilger Gite mit drei anderen Pilgerern. Die Kinder schliefen in den ersten beiden Nächten relativ gut, doch wir merkten spätestens am dritten Tag, dass wir nicht mehr so erholt in den Tag starteten. Zudem spürten wir auch immer mehr die DSC_8720Steinen unter unseren Füssen und auch andere  Körperteile machten sich bemerkbar vom ständigen Tragen und Bollerwagen ziehen und schieben.

Am dritten Tag führte uns der Jakobsweg von Charly nach Frangy. Dies war eine sehr lange, turbulente und anstrengende Strecke. Schon an den zwei vorherigen Tagen mussten extra Meter gegangen werden weil wir Dinge verloren hatten, an diesem Tag war es aber wegen einer Wasserflasche ein ziemlich langes Stück, gefolgt von einer extra Strecke wegen einem übersehenen Wegweiser. Der Wunsch richtig duschen und schlafen zu können führte uns naDSC_8822ch einigem Suchen und weiteren Extramentern schliesslich in ein einfaches Hotel.

Von Tag zu Tag assen wir auf der Wandersecke mehr von unseren Reserven weil Biolebensmittel auf dem Land in Frankreich nicht so einfach zu finden sind. Obwohl der Salat in den Restaurants gut schmeckte, vermissten wir schon am dritten Tag unsere hochqualitativen Lebensmittel von Zuhause.

Der vierte Tag startete ausgeschlafen aber mittlerweile mit intensiv spürbar durchmassierten Füssen. Das erste Stück dieser Strecke führte ziemlich lange an einer Landstrasse entlang. Nach sehr schönen Wegen an den vorangegangenen Tag war dies ein etwas ungemütliches Teilstück des Jakobsweges. Schon bald ging es jedoch wieder in die Höhe wo wir im Schatten von BDSC_9010äumen eine lange Pause einlegten. An diesem Tag nahmen wir uns eine kurze Teilstück vor. Mangels Schlafplatz wurde es jedoch die längste Tagesstrecke.

Das Kleinkind wollte an diesem Tag vermehrt im Bollerwagen gezDSC_8844ogen werden. Das Baby wollte lieber krabbeln als noch länger in der Trage getragen werden und uns war trotz tollen Pickapoohsonnenhüten die Sonne langsam etwas zu viel und zu intensiv. Als wir dann noch 8 km extra wandern durften bis wir endlich einen Schlafplatz gefunden hatten, machte sich unsere Müdigkeit immer mehr bemerkbar. Trotz allem sprachen wir am Abend noch über das nächste Teilstück welches Mangels Übernachtungsmöglichkeiten über 20 km entfernt war. Es folgt schliesslich eine kühle Nacht ohne Schlafsack in einem Zelt. Diese Nacht raubte uns zu viel Energie um noch weiter zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns als Familie einig, dass der Jakobsweg bis dahin eine wunderbare Erfahrung war, welch wir wieder machen würden und werden, aber dass es jetzt Zeit ist wieder nach Hause zu gehen.

Insgesamt sind wir in vier Tagen über 50km mit Barfussschuhen auf dem Jakobsweg gegangen. Es war eine wundervolle Familienzeit die wir nicht missen möchten.

Möchtest du detailliertere Informationen oder hilfe bei der Reiseplanung dann kannst du dich gerne an uns wenden.

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Barfuss gehen (mit Schuhen) unsere Wahl

Als ich noch Teenager war, war es für mich total cool barfuss die Welt zu erkunden. Ich war oft und gerne barfuss unterwegs. Es war egal wo, auch Städte, Steinen und herbstliche Kälte konnten mich nicht davon abbringen. Irgendwann mit der Ausbildung und dem Berufsleben verschwand das Barfussgehen immer mehr aus meinem Leben bis es unser erstes Kind wieder zum leben erweckte. Instinktiv war für mich klar, es braucht so lange wie möglich keine Schuhe und auch keine Hausschuhe, denn Hausschuhe trage ich auch nicht. Alles gut und schön, doch unser Kind lernte im Winter das Gehen und wollte auch draussen hin und wieder ein paar Schritte machen. Was nun? Wir wählten das grösste Schuhgeschäft in der Region und hofften auf eine gute Beratung. Kaum drin wurden wir bedient und schon mal schräg angeschaut als wir nach veganen Winterschuhen fragten. Die Bedienung machte kurzerhand ein Telefon und verkündete lautstark dem Gegenüber, dass Tierschützer im Laden seien und lederfreie Schuhe für ihr Kind kaufen möchten. Wenig später hatte unser Kind mit Wolle gefütterte Winterstiefel an den Füssen, welche wörtlich wie Astronauten Schuhe aussahen. Eine kleine Aufklärung gegenüber der Bedienung folgte und siehe da es gab tatsächlich vegane Winterschuhe unter den unzähligen Schuhen in der richtigen Grösse. Am Schluss konnten wir zwischen schwarzen, grauen und braunen wählen. Wir haben die braunen Schuhe mit Klebverschlüssen gewählt. Der Traum von bunten Schuhen blieb ein Traum und vielleicht hatte ich mir in diesem Moment auch kurz gedacht….hätten wir ein Mädchen, dann hätte es wenigsten zwischen Pink und Rosa wählen können.

Unser Kind konnte sich schnell geschickt auf den Füssen fortbewegen, deshalb gelang es ihm sogar mit diesen Schuhen seinen Radius zu erweitern. Auch wenn sie fürs Gehen lernen nicht geeignet waren, zumindest waren sie fürs Gehen lernen gedacht.

Zum Glück hatten wir schon einige Zeit vor dem Schuhkauf die wasserfesten Füsslinge für unser Tragekind entdeckt, welche weiterhin viel öfters an seinen Füssen waren als die BRAUNEN Schuhe.

Als ich dann auf ein Kinderschuhgeschäft in einer nah gelegenen Stadt hingewiesen wurde, hatten die schrägen Blicken in den Schuhfachgeschäften endlich ein Ende. Ich suchte zwar weiter im Internet nach guten veganen und wenn möglich plastikfreien Schuhen, fühlt mich aber vorerst in diesem Geschäft gut beraten.

Bei der virtuellen Suche stiess ich schon bald auf Kinderbarfussschuhe, welche wir dann auch gleich testeten und auch der Geschäftsinhaberin vorführten. Sowohl uns wie auch die Geschäftsinhaberin überzeugten diese Schuhe jedoch nicht. Trotzdem wurde hier das Interesse nach Barfussschuhen geweckt. Auch ich testete wenige Monate später ein paar Barfussschuhe, welche zehn Finger brauchten um fünf Zehen in Position zu bringen. Auch diese Schuhe überzeugten mich, nicht zuletzt wegen dem vielen Plastik, nicht.

Im letzten Winter sollte es dann wohl sein, dass wir trotz, wie üblich netter Beratung, für unserem Sohn, in oben genanntem Kinderschuhgeschäft, zwei viel zu grosse Winterschuhe kauften. Nicht nur uns sondern auch Bekannten viel es auf, dass unser Sohn zu grosse Schuhe trug. Die Suche nach guten Schuhen, in der richtigen Grösse, setzte sich also fort. Es folgten erneut einige Abstecher in Schuhfachgeschäften. Wir waren immer noch Veganer, fühlten uns aber immer noch nicht so schräg wie die Blicke der Verkäuferinnen und fanden die Reduktion auf Tierschützer genau so wenig zutreffend wie Schule der Inbegriff des Lernen sein soll. Es verstrichen Stunden im Internet, die Hoffnung einen Schuh für die Füsse unseres Sohnes zu finden war aber tatsächlich noch da. Der Tipp einer Freundin sollte uns schliesslich erlösen, sie erzählte uns etwas von Wildlingen, welche sie im Internet entdeckt habe. Ein paar Gedanken, Fussbewegungen und Fingerbewegungen später entdeckte ich einen Schuh welcher für mich auf den ersten Blick viele Bedürfnisse abdeckte. Es folgten tausende Augenbewegungen bis ich den ganzen Internetauftritt gelesen hatte.

Für die Winterschuhe unseres Kindes wurde bereits eine Menge Geld ausgegeben und der Frühling war auch schon fast da, deshalb hielt ich meine juckenden Finger fürs erste zurück und machte nicht gleich die erste Bestellung sondern überlegte mir ob es nicht doch besser wäre gar keine Schuhe mehr zu tragen. Also fing ich im Februar an mich auch draussen wieder mit dem Barfussgehen anzufreunden. Es blieb aber nicht nur wegen der Kälte bei ein paar Runden ums Haus. Mit Baby im Tragetuch fühlte ich mich sehr unsicher beim Barfussgehen, weil ich nicht richtig auf den Boden sehen konnte. Zudem machte ich mir Gedanken über meine Haltung, die so oder so eher Buckelfrauelchen ähnelt als einer Sonnenanbetrin.

Ein paar Hirnnetzverbindungen später, sitzend vor einem SCHWARZEN Kasten machte es klick und nochmals klick und nochmals klick. Plötzlich waren zwei Paar Wildling Shoes bestellt. Eines für mich und eines für meinen Sohn.

Wer jetzt glaubt, mein Wunsch wäre auf die schnelle erfüllt worden, der hat sich getäuscht. Wünsche brauchen Zeit zum reifen. Das Paket traf im April ein, es liess mich meine Vorfreude auskosten, was ich sehr genoss. Die Vorfreude blieb aber nicht die grösste Freude, nein die grösste Freude ist, seither Wildlinge an den Füssen tragen zu dürfen und seither Fussbetucht happy zu sein. Ein Wunsch bleibt jedoch noch offen, wenn ich mir das Gefühl vorstelle in einem Schuh zu gehen welcher 100% aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen besteht, beginne ich wieder zu träumen und meine Finger kommen wieder in Bewegung. Dann aber brauche ich mich nur zu besinnen, dass meine Zehen und die Zehen meines Kindes, auch endlich wieder den ganzen Tag uneingeschränkt in Bewegung sein dürfen und schon kommen meine Finger schnell wieder zur Ruh. Auch wenn die Hülle der Füsse nur 90% Prozent der Vorstellungen entspricht, Zehenfreiheit und Zeit mit den Kindern ist mehr Wert als Materialperfektionismus und Träume sind schliesslich zum träumen da.

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BZ Schatzsuche in Bern

Gestern war so ein schöner Tag, das richtige Wetter um auf Schatzsuche zu gehen. Unser grosser Sohn liebt es einem Schatz auf der Spur zu sein. Karten lesen, Kultur und Geschichte kennen lernen, Zählen, Rechnen und Kinderfreundliche Plätze entdecken, das alles kann bei der BZ-Schatzsuche erfahren werden. Zudem finden tolle Gespräche statt und ein gemeinsames Erlebnis bleibt zurück.

Wir haben für uns gestern den Rosengartenspielplatz entdeckt. Dort werden wir bestimmt bald wieder hingehen 🙂

Ein Teil des Schatzes war ein Jasskartenspiel. Heute ging es damit weiter mit entdecken. „Schälle, Schilte, Eichle, Rose“ sind gelernt worden bis sie sassen, alles ganz spielerisch aus Eigeninitiative unseres Sohnes. Dann waren noch kurz die Zahlen auf den Karten interessant und schliesslich wurde die Aufmerksamkeit etwas anderem geschenkt.

BZ Schatzsuche in Thun

Die Schatzsuche in Thun führte uns druch eine uns bekannte Gegend. Wir genossen die Zeit zusammen und meisterten die Herausforderung gemeinsam. Leider waren wir nicht fähig den richtigen Code zusammen zu kriegen. Am Ziel hatten wir zum Glück Hilfe, deshalb konnten wir die Schatztruhe trotzdem öffnen. Unserm grösseren Kind hat es gefallen. Es freut sich schon auf die nächste Schatzsuche. Welche wird es wohl sein?IMG_20160707_224200IMG_20160707_133642 IMG_20160707_125340 IMG_20160707_123134 IMG_20160707_122711

Waldlehrpfad Langnau

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Der Waldlehrpfad in Langnau ist ein schöner Familienwanderweg. Mit Kleinkinder ist er problemlos begehbar. Wir haben uns heute spontan entschlossen diesen Weg zu gehen, da wir unseren Shopper dabei hatten, musste der auch mit :-). Manchmal war es mit Shopper nicht so praktisch aber durchasus machbar. Mit Kinderwagen würde ich diesen Weg aber nicht machen.

Auf den vielen Tafeln stehen kompakte Informationen zur Tier und Pflanzenwelt im Wald. Unser 4.5 jähriges Kind hatte noch nicht so Interesse daran. Dafür bekamen die echten Beeren, Bäume, Kleintiere und Pilze Aufmerksamkeit von ihm. Das Baby verschlief die halbe Wanderung.

Wir waren ca. 2 Stunden ohne längere Pause unterwegs.

Was tun wenn dich eine Biene gestochen hat?

DSC_7786Es gibt einen einfachen Trick….

Wenn du möglichst schnell nach dem Stechen einen Löffel unters heisse Wasser hälst und diesen dann auf die Einstichstelle drückst wird das giftige Eiweiss welches die Biene aussondert direkt zerstört und die Beschwerden werde minimiert.

Du kannst den Vorgang mehrmals wiederholen aber bitte denn Löffel nur so heiss/warm machen wie du es verträgst. Wenn du den Löffel kurz an die Haut antupfst wirst du schnell merken ob er zu heiss ist.

Hast du keinen heissen Löffel zur Stelle nimmst du einen anderen heissen Gegenstand z.B. einen Stein oder wenn du Feuer in der Nähe hast kannst du etwas über dem Feuer heiss machen.

Diese Methode bewährt sich sehr. Ich habe sie schon X-fach angewandt.

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Babyspielzeug

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  • Ich verstehe es gut, wenn Spielzeug grundsätzlich in Frage gestellt wird. Wird Spielzeug bereitgestellt, kann auf vieles geachtet werden.
  • Wir achten darauf, dass unsere Babyspielsachen möglichst aus natürlichen und veganen Materialien bestehen.
  • Hier sind folgende Beispiele abgebildet: Schmusetuch aus Biobaumwolle mit Kopffüllung aus Biobaumwolle, Beissringe aus unbehandeltem FSC-Holz, rundes Kirschkernkissen aus Biobaumwollplüsch, Beissring aus Naturkautschuk, Biobaumwollrasselball, Biobaumwollfroschrassel, Stofftiere aus Biobaumwolle, Nuschi aus Biobaumwolle, Veilchenwurzel …
  • In unserem Shop gibt es diverses Naturspielzeug.
  • Hast Du fragen dazu? Wir beraten Dich gerne.
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Grassaft

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  • Wir verwenden für unseren Grassaft wildes ungedüngtes Gras, welches vor unserer Haustür wächst.
  • Der Angel Entsafter entsaftet gut, trotzdem dürfen nicht zu viele Gräser aufs mal in den Entsafter gegeben werden.
  • Grassaft enthält viele Vitalstoffe, Mineralstoffe, Aminosäuren, Spurenelemente….
  • Wir nehmen aufs Mal nur kleine Mengen zu uns, da wir es nicht als natürlich erachten grosse Mengen zu uns zu nehmen, denn Gräser würden wir auch nicht in grossen Mengen kauen.
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Klebstoff herstellen

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  • 125 g Maisstärke + 1 Esslöffel Essig + 1 Kaffeelöffel Salz in 500 ml heisses Wasser einrühren.
  • Die Masse auf kleiner Stufe unter ständigem rühren köcheln bis sie cremig wird.
  • Heiss in Glässer einfüllen und die Gläser verschliessen. (So ist der Klebstoff länger haltbar.)
  • Kleine Gläser nehmen und sie luftdicht verschliessen. Geöffnete Gläser sind nicht lange haltbar.
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