Achtung: Wir verkaufen nur die geölten WackelWipp in unserem Shop. Die farbigen konnten leider in grosser Menge nicht in der gewünschten Qualität geliefert werden. Da wir nur Qualitätsware gemäss unserem hohen Schweizerstandard verkaufen, haben wir die farbigen Bretter nicht ins Sortiment aufgenommen. Besten Dank fürs Verständnis. Leider mussten wir auch bei den vorbestellten WackelWipp einige Kunden vor die Wahl stellen, ein optisch unschönes Brett mit Rabatt zu wählen oder ein tranparent geöltes in rundum hoher Qualität. Nur zwei Kunden konnten wir mit gutem Gewissen ein farbiges Brett zustellen….. Die Mängel beeinträchtigen jedoch in keiner Form die Funktionalität der WackelWipp.

Die WackelWipp ist ein fantasieanregendes Spielzeug, welches fast keine Grenzen kennt.

  • Wippe
  • Tunnel
  • Brücke
  • Puppenhaus
  • Stall
  • Rennbahn
  • Hocker
  • Tritt
  • Rutsche
  • Hausdach
  • Puppenbett
  • Garage
  • Verkaufsladen
  • Kochherd
  • Tisch
  • Zaun
  • Abgrenzung
  • Schiff
  • Trainingsgerät
  • u.v.a.m.

 

Washalb die WackelWipp?

Die WackelWipp von heart4play ist das umweltfreundlichste Balanceboard das ich kenne.

Es unterscheidet sich folgendermassen von anderen Balanceboards:

  • kein übergrosses Logo auf dem Brett
  • geölt statt lackiert
  • naürliche Farbpigemente im Öl
  • hergestellt in einem kleinen Familienbetrieb.
  • Jedes Brett wird liebevoll gemäss Wunsch geölt
  • Der gewählte Radius ermöglicht unendliche Spielmöglichkeiten
  • Das Brett ist sehr leicht. So leicht wie wohl kein anderes Schaukelbrett. Ich finde dies vor allem für kleine Kinder einen grossen Vorteil.
  • Die WackelWipp ist CE-Zertifiziert und entspricht der DIN EN71.
  • Die WackelWipp wird auschliesslich aus PEFC-zertifiziertem, europäischem Holz hergestellt.
  • Die WackelWipp ist in vielen natürlich leuchtenden Farben erhältlich

 

Unsere Erfahrung mit der WackelWipp

Die WackelWipp ist ein echt tolles Spielzeug, welches man ohne Spielanleitung in den Raum stellen kann. Die Kinder haben genügend Fantasie um mit diesem kleinen Stück Holz stundenlang zu spielen. Bei uns waren vor allem aktive Spielvarianten, wie Rutschen, Wippen und Sachen runtersausenlassen sehr beliebt. Es wurden aber auch Rollenspiele gespielt oder Hütten damit gebaut. Auf den Bildern seht ihr einige Impressionen aus unserem Alltag. Wir sind voll und ganz mit der Qualität der WackelWipp zufrieden. Die Farbe färbt nicht ab und hält sehr gut. Zudem fühlt sich das Brett überhaupt nicht ölig an.  Das Holz hat vom Spielen ein paar wenige Dellen, es ist jedoch genügend hart um grössere Schäden vom Spiel abzufangen. Mit der WackelWipp kann auf unterschiedlichem Untergrund gespielt werden. Auf Holzboden hinterlässt sie keine Spuren, sofern der Untergrund sauber ist. Wir wippten am meisten auf unserem Sisalteppich, aber auch mal auf dem Stein oder Holzboden. Ich finde es sehr gut, gibt es die WackelWipp nur ohne Rutsch- oder Schutzbelag. Aus meiner Sicht würde so ein Belag nur die Multifunktionalität des tollen Spielzeugs einschränken, denn die Rutschmöglichkeiten sind für viele Kinder die Beliebtesten nebst dem Wippen. Die gewählte Grösse ist sehr Ideal. Bei dieser Grösse können gut auch mal zwei Kinder zusammen mit dem Brett Spielen und gleichzeitig ist das Brett weder zu protzig noch zu schwer für ein zweijähriges Kind.

Ich persönlich war lange gegen ein Schaukelbrett, da wir schon einen Kletterbogen und diverse andere Sachen zum Schaukeln haben. Die WackelWipp hat mich jedoch sehr überzeugt. Ich kann sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Gleichzeitig möchte ich aber darauf hinweisen, dass es, wie oben beschrieben, durchaus Unterschiede bei den Balancebords gibt. Nicht jedes Balanceboard möchte ich in meinem Wohnzimmer haben, denn gerade Aspekte wie umweltfreundlich und leicht sind für mich sehr wichtig.

Eckdaten:

  • 83 cm x 29.5 cm
  • 1.3 kg

 

Hier könnt ihr die transparent geölten WackelWipp bestellen (die farbigen hatten leider in grosser Menge nicht die gewünschte Qualität)

 

 

 

„Multisporters by Nature – das ist die Seele von ISBJÖRN of Sweden. Ich glaube fest daran,
dass es nichts wichtigeres gibt, als Kinder in der Natur frei spielen zu lassen und so ihr
Entdeckertgeist zu fördern. Damit ihnen das auch bei jeder Wetterlage Spass macht,
benötigen sie ebenso gute Ausrüstung wie wir.“ (Isbjörn)

 

Isbjörn: Kleidung ohne Umweltgifte……. Isbjörn hat vier Labels diesbezüglich: 4R, Bluesign und Bionic-Finish ECO.

 

Wo soll ich beginnen…..

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Der Begriff Freilernen ist nicht geschützt, deshalb wird er sehr unterschiedlich verwendet und oft nicht das Selbe darunter verstanden.

Es gibt einige Familien, die von sich sagen, dass sie Freilernen, jedoch 1-2 Stunden Schulzeit pro Tag haben. Diese Schulzeit sieht wiederum bei jeder Familie anders aus. Die Einen beschäftigen sich vor allem mit Schulstoff, bei Anderen hat es Platz für eigene Projekte, bei den Einen wird der Inhalt von den Eltern beeinflusst, bei den Anderen weniger. Die einen sitzen am Pult oder halten sich in einem Schulzimmer auf, die anderen verbringen z.B. den Morgen in der Wohnung etc. es gibt so viele Farben wie es Freilernerfamilien gibt.

Für uns heisst Freilernen im Sinne von unschooling, dass es keine Schulzeiten gibt. Schulzeiten machen eine künstliche aber weitreichende Trennung zwischen Lernen/Arbeit und Spiel/Freizeit. Wir halten es für sehr wichtig, dass es diese Trennung möglichst (lange) nicht gibt. Wir möchten kein Absitzen von Pflichtzeiten, kein erfüllen eines Lernsolls und damit auch bezüglich Lernen keine Kontrolle und keine Abhängigkeit von Erwachsenen. Kinder lernen immer und überall, sie brauchen keine Lernzeiten, die sie abhängig machen, die sie unterbrechen von ihren wichtigen Projekten, die ihnen das Gefühl geben sie müssen nach x Minuten nichts mehr tun, wärend denen sie Erwartungen an andere Personen haben etc.. Mit solchen Schulzeiten wird der Konsum der Kinder gefördert. Sie konsumieren Inputs und Anregungen. Ist die Zeit vorbei fallen sie in ein Loch und wissen nicht was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Selbstverständlich ist das ganze auch Typen abhängig. Es gibt Kinder, die mit fast allem zurecht kommen und trotzdem immer wieder einigermassen zu sich und ihrem Weg zurückfinden. Wichtig ist jedoch zu sehen, dass Schulzeiten die Kinder von ihrem Weg abbringen. Es sind künstliche Steine die den Kindern in den Weg gelegt werden über die die Einen schnell stolpern und über die die Andern trotz allem noch tanzen.

Unsererseits spricht nichts gegen die Unterstützung der Kinder bei ihrem Lernen. Jedoch finden wir, dass diese Unterstützung weder von einer  Zeit, einem Raum/Gebäude noch von bestimmten Menschen abhängig sein sollte. Wir unterstützen unsere Kinder viel lieber in dem Moment, wo sie selbst etwas entdecken, egal ob diese Entdeckung am Abend um 22 Uhr oder am Vormittag stattfindet. Natürlich kann genau diese Haltung auch von Menschen kommen, die selbst Unterrichtszeiten haben. Weshalb haben sie denn Unterrichtszeiten?

Vielleicht weil sie Angst haben, dass ihr Kind nicht das Richtige oder das Notwendige lernt?

  • Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch, das was er im Leben braucht von sich aus lernen kann. Wenn ein Kind etwas wirklich erreichen oder lernen will, wird es ausdauernd auf dieses Ziel hinarbeiten, sofern es den Raum und die Zeit hat. Genau so wie fast jedes Kind Gehen lernt. Oder ein Beispiel von mir: Möchte ich was nähen, dass ich noch nie genäht habe, dann suche ich mir Hilfsmittel bis ich mein Ziel erreichen kann. Das ist bei einem Kind nicht anders. Das Kind braucht jedoch, je nach dem was es macht, Unterstützung von unserer Seite, die wir ihm im richtigen Zeitpunkt gerne geben dürfen.
  • Sollte das Notwendige Lernen von den Eltern oder von einem älteren Kind dadurch definiert sein, dass es jeder Zeit einen Einstieg in die altersentsprechende Schulstufe schafft, dann braucht es auch hier keinen kontinuierlichen Unterricht. Will ein Kind wirklich in die Schule, wird es von sich aus auf dieses Ziel hin arbeiten, bis es einen Schuleinstieg problemlos schafft. Die Dauer der Vorbereitungszeit ist dann von vielem Abhängig z.B. davon wie gross dieser Wille wirklich ist, weshalb es in die Schule will, wie der Stand des „Allgemeinwissens“ ist, wie es sich zu helfen weiss, welche Mittel ihm zur Verfügung stehen und und und. Dieses Ziel wird vom Grundsatz her jedoch nicht anders erarbeitet und erreicht als Ziele die wir uns im Erwachsenenleben setzten.
  • Von Allgemeinwissen halten wir nicht viel. Hand aufs Herz, was weisst du noch von dem was du in der Schule gelernt hast? Es ist doch hauptsächlich das, was dich interessiert hat und evtl. noch das, was besonders spannend und in einem angenehmen Rahmen vermittelt wurde. Da  sich die Interessen von Mensch zu Mensch unterscheiden, ist auch das Allgemeinwissen sehr unterschiedlich. Wir gehen davon aus, dass die Schule bezüglich Allgemeinwissen nicht einen besonders grossen Stellenwert hat. Wenn das natürliche Interesse der Kinder erhalten bleibt, werden sie schnell einen grossen Wissensschatz haben, ob dieses Wissen nun in die schulische Kategorie Allgemeinwissen passt oder nicht, spielt dabei keine Rolle, denn Allgemeinwissen ist einfach Lebenswissen und dies haben alle. Es ist unserer Meinung nach viel nachhaltiger und wertvoller, wenn unsere Kinder von ein paar Sachen die Zusammenhänge verstanden haben und diese anwenden können, als wenn sie von vielen Themen ein wenig wissen oder Sachen wie die 7 Bundesräte aufzählen können aber für Politik kein Verständnis haben.

Vielleicht, weil sie Angst haben, dass ihr Kind den ganzen Tag nichts tun wird?

  • Aus der Langeweile entsteht Kreativität. Hier ist es an uns Erwachsenen, die Langeweile der Kinder so lange auszuhalten wie sie es brauchen. Ein Kind, das von Anfang an in seinem Sein unterstützt und bei seinem Tun nicht ständig unterbrochen wird, wird Langeweile mit einer grossen Wahrscheinlichkeit weniger kennen, als ein Kind welches sich von klein an, auf Inputs und Anweisungen (zusätzlich zu den familieninternen und gesellschaftlichen „Regeln“) von aussen gewohnt ist. Jedoch können auch diese abhängigen Kinder wieder zu ihren Ursprungsinteressen zurückfinden, wenn man sie lässt. Dieses sogenannte Deschooling dauert bei Kindern, welche längere Zeit unterrichtet wurden, in der Regel geschätzte 1-2 Jahre, sofern sie sich dann nicht wieder in neuen (Teil-) Abhängigkeitsstrukturen befinden, ansonsten vermutlich eher länger. Ich selbst hatte zum Beispiel nach meiner Schulzeit während einem Jahrespraktikum zum ersten Mal die Möglichkeit, mich etwas zu sammeln und zu Erholen. Etwas später kam dann ein fünfmonatiger Auslandsaufenthalt dazu. Ich würde jedoch sagen, dass das wirklich merkbare Deschooling bei mir erst begann, als ich mich völlig fürs Muttersein entschieden hatte und meine Teilzeitstelle aufgab.  Nach so vielen Schul- und Studienjahren die ich hinter mir habe, würde ich auch heute noch nicht sagen, dass mein Deschooling abgeschlossen ist. Für konventionelle Schuldurchläufer und Berufseinsteiger ist dies wohl eine never ending Story.
  • Das Kind wird bestimmt was tun aber vielleicht nicht das, was wir wollen oder erwarten. Kinder spielen und lernen nicht wie wir Erwachsenen es uns vorstellen. Spielen und Lernen heisst nicht, das zu tun, was die Spielzeug- und Lernmaterialhersteller vordefiniert haben. Lernen bzw. Spielen ist entdecken, erforschen, erfahren, wiederholen, geniessen, beobachten, nachahmen etc.

 

Festgelegte Schulzeiten erschweren die natürliche, selbständige Beschäftigung ohne Bewertung. Gleichzeitig fördern sie weitere autoritäre Massnahmen wie Nachsitzen, Stillsitzen und Frontalunterricht, welche die Selbstbestimmtheit der Kinder einschränkt und die Abhängigkeit fördert. Wenn Kinder einmal an einen engen Rahmen gewohnt sind, werden sie diesen mit einer grossen Wahrscheinlichkeit über längere Zeit einfordern, weil er ihnen auch Sicherheit gibt. Diese Sicherheit bzw. eine noch tiefere Sicherheit würden die Kinder in ihrem triebhaften tun und bei ihrem natürlichen Entdecken und Lernen finden, wenn man sie lässt und in sie vertraut. Es braucht sehr viel Vertrauen und wohl auch Durchhaltevermögen von Seiten der Erwachsenen, um ein Kind seinen Weg gehen zu lassen. Jedoch ist es doch der meisten Eltern’s Wunsch, dass die Kinder ihre Berufung finden. Wir könnten es ihnen aber bestimmt oftmals viel leichter machen als wir es effektiv tun. Hier stellt sich eigentlich nicht nur die Frage ob Schule oder nicht oder Unterricht oder nicht – sondern mit welcher Haltung begegnen wir den Kindern und wie setzten wir diese im Alltag um. Die allermeisten unter uns werden immer wieder in alte Muster zurück fallen, was auch eine Bereicherung sein kann, wenn wir unser Verhalten immer wieder reflektieren und anpassen. Ebenso wenig wie pures unschooling kein Erfolgsversprechen ist, ist Schule auch nicht generell fehl am Platz. Hier ist ein schwarz-weiss wohl eher nicht angebracht. Was in welcher Situation das Beste ist, ist von sehr vielem Abhängig. Wie nicht für jede Frau eine Hausgeburt die Lösung ist, ist auch nicht unschooling (ohne Unterricht) für jede Familie die Lösung. Der ganze Rahmen in dem die Kinder Leben, bestimmt ihre Möglichkeiten. Manche Rahmen sind fester, manche flexibler. (Tanja)

So kannst du uns unterstützen

 

 

Seit gut einem halben Jahr besucht unser Grosser einmal in der Woche einen „freien“ Kindergarten, bei welchem das Lernen überwiegend in der Natur stattfindet. Er geht jede Woche für fünf Stunden dort hin. Fünf Stunden pro Woche finden wir definitiv genug oder sogar zu viel. Ich schreibe dies als Einstieg, damit ihr seht, dass wir direkten Kontakt und Erfahrung mit einer „freien Schule/Kindergarten“ haben.

Es gibt diverse Gründe weshalb wir uns fürs unschooling ohne Institution auch ohne Freilernort entschieden haben:

  • Weg: Fangen wir mit dem unbedeutendsten Punkt an. Wir wohnen etwas abgelegen, der Weg zu einer Schule egal ob frei oder staatlich wäre definitiv einen grösseren Aufwand für uns alle.
  • Preis: Private Schulen sind teuer. Wäre es aber unser Wunsch, würden wir das Geld bestimmt irgendwie zusammenlegen können.
  • Zeit: Unsere Kinder haben keine Zeit für Schule oder einen Freilernort. Es ist in unseren Augen nicht kindgerecht um 8 oder 9 Uhr (von mir aus auch um 10 Uhr) am Morgen irgendwo einzutrudeln. Insbesondere der Morgen ist wichtig für die Kinder. Kinder wollen gemütlich in den Tag starten. Sie wollen mit ihren eigenen Projekten und Spielideen den Tag beginnen. Zeitdruck ist da fehl am Platz. Kinder haben eigentlich gar keine Zeit für solches ortsgebundenes Lernen. Wenn man Kinder lässt, dann sind sie sehr kreativ und innovativ. (Später im Leben wer.den sie von sich aus lernen zu einem gewünschten Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, dies muss nicht mit 4 oder mit 8 Jahren gelernt werden. Zudem bekommen es die Kinder bei allen innerfamiliären Terminen schon von klein auf mit. Dazu braucht es keine Schule. )
  • Ortsgebundenheit: Es braucht keinen Lernraum und kein Lernhaus. Diese vier oder mehr Wände schränken unsere Kinder nur ein. Kinder lernen immer und überall. Es ist absolut nicht nötig einen Lernstall zu haben.
  • Lehrer / Coaches / Workshopleiter: Diese sind nur dann hilfreich, wenn es Mentoren sind, wenn sie mit ihrem Angebot Feuer und Flamme sind und wenn das Kind von sich aus an genau dem Thema interessiert ist, welches angeboten wird. Jeden Tag oder jede Woche andere, von Aussen gesteuerte Angebote sind kontraproduktiv und schaffen nur konsumfreudige Menschen, die ihre eigenen Interesse zurückstellen oder vergessen. Anregungen und Impulse gibt es genügend im Alltag, denn das Lernen von Unschoolern findet längst nicht nur zu Hause statt.
  • Lernumgebung: Es braucht keine grosse durchdachte Lernumgebung, welche es an manchen alternativen Schulen gibt. So viele Impulse sind eher eine Überforderung für die noch jungen Wesen. Ein paar einzelne schöne Gegenstände und Bücher sind aber sicher nicht fehl am Platz. Es werden immer mehr Sachen dazu kommen, entweder durch Geschenke oder durch das natürliche Interesse der Kinder. Wenn sich ein Kind für ein Thema wirklich interessiert, macht es natürlich Sinn, das Kind dabei zu unterstützen und auch Bücher und Materialien anzuschaffen. Weniger ist jedoch auch hier in der Regel mehr. Das schönste, wertvollste und vor allem individuellste und persönlichste entsteht in der Regel aus dem Nichts.
  • Endecken: Kinder wollen von Anfang an entdecken. Wir haben einige Schulen und Lernorte aus Neugierde angeschaut und uns die Frage gestellt, können hier Kinder wirklich entdecken. Ich nehme die Antwort gleich vorweg: An keinem von uns angeschauten Ort können die Kinder wirklich entdecken. In sogenannten Freilerner-Schulen sind aus unserer Sicht die „Schosskinder“ das grösste Hinderniss. Schosskinder sind für uns Kinder die die meiste Zeit auf dem Schoss der Eltern sitzen und Eltern haben, welche ständig für sie reagieren und antworten. Eltern die einen künstlichen Schutzraum um die Kinder bilden, welcher die Kinder offensichtlich einschränkt. Also hier im übertragenen Sinn würde es sich um „Schossschulen“ handeln. In der Regel haben genau diese Schulen eine riesige Lernumgebung, welche eher einschränkt als Platz für eigenes lässt.
    Dann gibt es noch einen anderen Typ freier Schulen, zu dem auch der Kindergarten gehört, welcher unser Grosser besucht. Diese Schulen stellen zwar das System in Frage und erleichtern den Kinder z.B. durch weniger Anweseheitspflicht die Schulzeit, jedoch haben sie noch viele Elemente der „normalen“ Schulen, die sie begleiten. Erstklässer müssen lesen und schreiben lernen, sie dürfen es aber in der Natur machen. Sie nehmen Projekte der Kinder auf, was aber bedeutet, dass 1-2 Kinder eine Idee haben und dann alle anderen schlussendlich mitmachen „müssen“. Die einen weil sie überredet werden und die anderen aus Gruppenzwang, weil ihre Freunde auch mitmachen oder es keine wirkliche Alternative gibt, weil dieses Projekt zu viel Raum einnimmt. Solche Schulen sind zwar viel weniger streng und viel herzlicher, man merkt aber, dass trotz all dem noch viele Glaubenssätze verfolgt werden, wie z.B., dass Kinder um das Sozialverhalten zu lernen solche Kindergruppen brauchen.
    Es gibt bestimmt noch viele weitere Schultypen und Mischformen.
  • Bindung: In freien Schulen ist oft die Bindung ein grosses und bekanntes Thema. Viele orientieren sich an den Ideen und Erfahrungen von Gordon Neufeld und Maurizio und Rebeca Wild. (und ähnlich denkenden tollen Menschen). Bindung und damit eng Verbunden die Aufmerksamkeit gegenüber dem Kind und das Vertrauen in das Kind, ist aus unserer Sicht zweifelsohne einer der wichtigsten Bausteine, welchen wir unseren Kindern mitgeben können. Bei einer gesunden Begleitung der Kinder sollte die Bindung jedoch keine Überbehütung sein und sich an den Bedürfnisse der Kinder ausrichten.
    In freien Schulen treffen viele Familien zusammen, die möglichst alles richtig machen wollen, was auch dazu führen kann, dass schlichtweg auch übertrieben wird. Der Start ins Leben ist zweifelsohne mit viel Körperkontakt (tragen, stillen, Familienbett, Ausscheidungskommunikation etc.), Elternbezogenheit, Kernfamilien verbunden. Kinder lösen sich jedoch ab dem ersten Tag. Zuerst ganz langsam und kaum merklich und dann immer mehr von den Eltern/Bezugspersonen ab. Als Bedürfnisorientierte Eltern ist es sehr schwer mit dem Tempo der Kinder mitzugehen und die Kinder weder zu unterfordern noch zu überfordern. Das Entdecken beginnt jedoch unserer Meinung nach sehr früh und findet nicht nur am Körper der Eltern oder im unmittelbaren Umkreis der Bezugspersonen statt. Es geht auch schnell mal über die eigenen vier Wände hinaus. Ein gesund gebundenes Kind kann durchaus mit ca. 3 Jahren auf andere Menschen zu gehen und mit Freunden und Bekannte der Eltern Kontakt aufnehmen. Es kann auch mal ausser Sichtweite der Eltern für ein paar Minuten auf Entdeckungstour gehen usw., das eine macht es vielleicht ein halbes Jahr früher, das andere ein halbes Jahr später, jedoch finden wir eine solche Ablösung essentiell und möchten unsere Kinder in keine Schule schicken in der es sich in einer künstlichen Schutzblase aufhält.
  • Sozialkontakte: Kinder brauchen unserer Meinung nach keine Kinder, sie haben aber in der Regel Freude an anderen Kindern. Kinder brauchen nur Menschen die von ganzem Herzen mit ihnen eine ehrliche, aufrichtige und bedingungslose Beziehung eingehen wollen.
    Bei den Sozialkontakten ist unserer Erfahrung nach weniger mehr. Für ganz kleine Kinder reicht der Kontakt zu einer Handvoll Menschen völlig aus. Es macht überhaupt keinen Sinn eine Kindergruppe nach „Schuhgrösse“ zusammenzubringen. Viel mehr Sinn macht es mit Menschen Zeit zu verbringen, die dieselben Interessen teilen. Wir sehen es als Aufgabe von uns Eltern, genau solche Mentoren und Menschen für und mit unseren Kindern zu suchen, egal wie alt die Personen sind.
  • Wissen: Kinder brauchen kein Wissen von Lehrkräften oder Coaches. Auch die Eltern müssen nicht allwissend sein. Wissen gibt es überall von morgens bis abends und von abends bis morgens. Ein wichtiger Faktor um zu Wissen zu kommen, ist Suchtmittel auszuschalten. Sei dies durch Nahrung oder auch durch Konsum. Wir zeigen unseren Kinder von Anfang an was wir mit modernen Medien machen und warum wir es so machen. Unser Kind hat seit es ca. 4 Jahre alt ist einen Laptop zur Verfügung, es lernt bei Bedarf Schritt für Schritt was man damit machen kann und warum er unsere Arbeit erleichtert. Über Ernährung wird bei uns viel diskutiert, so lernen unsere Kinder, welche Nahrungsmittel ihnen gute Energie spenden und welche sie im Alltag einschränken. Damit haben sie eine gute äusserliche Basis zum Lernen. Noch wichtiger als die Suchtmittel auszuschalten, ist ein wohlwollendes herzliches Umfeld und eine gute Atmosphäre rund um die Kinder, was wiederum auch mit einer gesunden Bindung und Vertrauen zusammen hängt. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, gibt es kaum noch Hindernisse um den Wissensdurst unserer Kinder aufzuhalten. Danach müssen wir nur noch wissen wie Informationen und Materialien zu beschaffen sind bzw. wo wir uns für was Unterstützung holen können.
  • Geld: Wir investieren unser Geld viel lieber direkt in unsere Kinder als indirekt in eine Institution. Beim unschooling ist es praktisch, wenn man ein gutes Budget für die Interesse der Kinder und vor allem auch für Ausflüge hat, es ist jedoch nicht zwingend. Auch mit einem schmalen Budget ist unschooling möglich. Menschen die das wirklich wollen, sind kreativ und finden einen Weg. Auf jeden Fall kostet unschooling nicht mehr als eine freie Schule kosten würde. Ich würde sogar sagen, in den aller meisten Fällen viel weniger.
  • Beziehung: Uns ist die Beziehung und die Zeit mit unseren Kindern sehr wichtig. Wir haben uns für unsere Kinder entschieden, weil wir sie begleiten möchten, weil wir sie geniessen möchten, weil wir mit ihnen Zeit verbringen möchten, weil wir ihnen Liebe schenken möchten usw. Wir könnten uns nicht vorstellen, unsere Kinder 25-35 Stunden pro Woche regelmässig nicht zu sehen. (Alle ihre anderen Aktivitäten ausser Schule sind in dieser Stundenanzahl noch nicht eingerechnet.) Ein ganz wichtiger Punkt ist hier die Geschwisterbeziehung, die aus unserer Sicht bei Schulkindern, vor allem wenn sie einen grossen Altersabstand haben, zu kurz kommt. Wann haben Schulkinder während der Woche noch Zeit, drei Stunden oder länger miteinander intensiv Zeit zu verbringen? Da könnte man jetzt einwenden in freien Schulen sei dies möglich – ja vielleicht, doch die wenigsten Geschwister würden sich wohl in der freien Schule entscheiden, einen grossen Teil ihrer Zeit zusammen zu verbringen und wenn sie diese zusammen verbringen würden, wären dann wohl aber noch andere Kinder die zusätzlich dabei wären und einen direkten Einfluss auf die Geschwisterbeziehung haben.
  • Verein: In einer freien Schule würden die Kinder vielleicht Kinder mit ähnlichen Interessen finden, welche auch mit ihnen in einen Verein gehen würden. Dies könnte gut sein. Jedoch finden wir, dass es bei Kleinkindern keinen Verein braucht um einem Hobby nachzugehen. Ein Verein mit seinen Regeln und den vielen Kindern finden wir für die kleinkindliche Entfaltung eher hinderlich. In einem Alter von 10-12 Jahren, wenn dann eventuell ein echtes Interesse für einen Verein  besteht, wird das Kind durchaus in der Lage sein, alleine ohne Freund/Freundin hinzugehen und auch den Weg selbst zu meistern.
  • Mehrere Kinder: Bei mehreren Kindern könnte man meinen, dass es praktischer wäre, sie an eine freie Schule zu schicken. Der Betreuungsschlüssel wird jedoch in den meisten Fällen weniger hoch sein als zu Hause. Da unschooling weit entfernt von Schule zu Hause ist, müssen die Kinder auch nicht den ganzen Tag eins zu eins betreut werden. Oft machen sie Sachen zusammen oder haben Projekte bei denen sie Keinen brauchen der ihnen reinredet., oder sie haben Projekte die sie mit einem Mentor zusammen machen oder mit anderen Kinder und und und.
  • Feste, Bräuche und Kultur: In freien Schulen können solche Momente zusammen erlebt werden. Wir denken jedoch, dass es noch viel mehr Freude bereitet, wenn solche Momente in einem selbst ausgewählten kleinen Kreis stattfinden, welcher für die Kinder übersichtlich ist. Zuhause frei zu lernen heisst nicht von der Welt abgeschottet zu sein. Es bedeutet höchstens, selbst mal etwas mehr zu organisieren.
  • Lager: Lager können durchaus ohne Schule stattfinden. Am Anfang können diese von den Eltern organisiert werden, später von den Kindern selbst. Es gibt auch Lager von Vereinen oder Umweltschutzorganisationen an welchen Kinder teilnehmen können.
  • Zeit ohne Eltern: Es ist durchaus wertvoll, wenn Kinder ab einem gewissen Alter (ca 2 +) Zeit ohne ihre Eltern verbringen. Am Anfang eher kurze Episoden und ab ca. dem Kindergartenalter auch mal einen Tag. Um Zeit ohne Eltern zu verbringen braucht es keine Schule. Kinder die unschoolen haben in der Regel einige Möglichkeiten, Zeit ohne ihre Eltern zu verbringen. Wir wünschen uns sogar, dass unsere Kinder regelmässig Zeit ohne uns verbringen können, wenn sie das auch möchten. Hier helfen wir aber bei unseren Kleinkindern (zurzeit ist dies erst bei unserem Grossen ein Thema) gerne die passenden Leute und die passende Aktivität herauszufinden und zu organisieren.
  • Kinderbetreuung: In einigen Familien müssen oder wollen beide Eltern arbeiten. In diesem Fall ziehen alternative Eltern heutzutage immer öfters freie Schulen für die Kinderbetreuung in Betracht. Für uns ist dies auch mit ein Grund, weshalb unser Grosser einen Tag im „freien“ Kindergarten verbringt. Wenn wir jedoch das Pensum erhöhen müssten, würden wir ihn wegen dem zu grossen unerwünschten Einfluss wieder herausnehmen.
    Es mag schwer sein, andere gute Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder zu finden. Trotzdem lohnt es sich, sie zu suchen.
    Ansonsten könnte auch eine Umorientierung betreffend Arbeit eine Lösung sein. Wir haben uns für selbstständige Tätigkeiten entschieden, damit wir so oft wie möglich für die Kinder da sein können. Die Arbeit ist für mich als Mutter vor allem einen Ausgleich zu den Beschäftigungen mit den Kindern im Alltag und zum Haushalt. Ich möchte die Arbeit nicht missen, jedoch möchte ich mein kleines Teilzeitpensum auch nicht erhöhen.
    Damit es für uns alle und für unsere Projekte stimmig ist, sind wir zurzeit auf Kinderbetreuung angewiesen. Wir finden es eine ziemliche Herausforderung neben der Arbeit und unseren eigenen Bedürfnissen 7 Tage pro Woche 24 Stunden für unsere Kinder da zu sein.  Obwohl unsere Kinder fast bei allem was wir tun mit dabei sein können, fehlt uns der Clan, welchen wir als das natürlichste erachten würden. Die Betreuung nur in der Kleinfamilie braucht viel Energie und ist eigentlich nicht so vorgesehen. Es ist für uns einen Kompromiss, dass unser Grosser 5 Stunden pro Woche im „freien“ Kindergarten verbringt und wir zusätzlich eine Tagesmutter haben, die zurzeit ca 10 Stunden pro Woche bei uns Zuhause bei der Kinderbetreuung und im Haushalt hilft. (Ich übernehme an diesem Tag jedoch auch einige Aufgaben betreffend der Kinder und sie können jeder Zeit zu mir kommen.)
    Bei uns wird sich jedoch in den nächsten Jahren bezüglich Arbeit, Wohnform und Kinderbetreuung noch einiges ändern. Wichtig finden wir, dass immer wieder reflektiert wird ob die aktuelle Form für alle noch stimmig ist.

 

  • Es würde bestimmt noch einige weitere Punkte und Argumente unsererseits geben. Wir lassen diesen Text jedoch jetzt mal so stehen und wirken. Die genannten Punkte reichen aus, um zu verdeutlichen, dass es in unseren Augen keine durch Erwachsene inszenierte Lernorte braucht. (Tanja)

Im Januar 2017 sind die ersten MyMayu Explorer bei uns eingetroffen. Vom Konzept her waren wir von diesem Schuh begeistert. Eine dünne Sohle und ein sehr leichter Schuh. Drei Dinge sind uns aber von Anfang an ins Auge gestochen. 1. Der Schuh war nicht besonders schön verarbeitet und schien im Gegensatz zu seinem Preis aus billigem Material gemacht zu sein. 2. die Zehenfreiheit ist weniger gross als bei anderen Barfussschuhen. 3. Das An- und Ausziehen ist etwas tricki und für ein hohes Rist hat es wenig, wenn nicht gar zu wenig Platz. Glücklicherweise passten aber die Schuhe bei unseren zwei Kinder. Sie liebten sie von Anfang an. Der Grosse, damals fünf, reklamierte manchmal beim Anziehen, wenn er nicht genug Geduld hatte selbst in den Schuh zu schlüpfen und der Kleine, damals ein Jahr alt, reklamierte wenn er beim Kriechen wieder mal einen Schuh verloren hatte. Beides kam vor, war aber eher selten. Der Grosse konnte nach drei Wochen üben, die Schuhe inklusive Innenschuhe selber anziehen. Oft liesst man, dass die Kinder die MyMayu’s nicht anziehen können oder gar die Eltern extrem Mühe haben. Dies war bei uns nicht der Fall. Man muss zwar heraustüfteln, wie es am besten geht, wenn man es aber raus hat, sind die Schuhe inklusive Innenschuhe ruckzuck angezogen. Ebenso oft liesst man, dass die Kinder die Schuhe oft verlieren. Dies kommt zwar vor, ist aber halb so schlimm wenn man die Gummizüge richtig anzieht. Wir sind täglich draussen, die Kinder trugen die Schuhe im Winter täglich und danach immer wenn es feucht oder nass war. Hätten sie die Schuhe all zu oft verloren, hätten wir bestimmt noch andere gekauft. Dies war nicht der Fall. Eher das Gegenteil. Wir mussten weniger Schuhe kaufen, weil die MyMayu sowohl Winterschuhe, wie Trekkingschuhe als auch Gummistiefel bei uns ersetzten. Was bezüglich Ressourcenverbrauch super ist. Weiter hört man oft, dass die MyMayu Explorer nicht dicht seien. Es gab wohl mal eine Serie, welche nicht wasserdicht war. Unsere waren und sind immer noch wasserdicht. Unsere Kinder springen selten in Pfützen und waten in der Regel auch nicht durch Bäche. Sie sind aber oft im Regen draussen. Sie spielen oft im nassen Sand oder im nassen Gras. All das haben die MyMayu’s mitgemacht ohne, dass die Kinder nasse oder kalte Füsse hatten. (Feuchte Füsse können jedoch auch vom Schwitzen kommen, das eine oder andere Kind bekommt schnell Schweissfüsse in Plastikschuhen insbesondere wenn es Socken mit einem hohen Plastikanteil trägt.) Beim Grossen ist das eine oder andere Mal, Wasser von oben in die Stiefel gelaufen, dies war aber weil er sie nicht richtig angezogen hatte ;-). Selbst im Winter trug unser Grosser die MyMayu einmal wöchentlich während fünf Stunden im Waldkindergarten. Nach dem wir ihm eine Wildlingsohle in den Schuh gelegt hatten, hatte er mit diesen Schuhen nie kalte Füsse. Er trug sie in den kalten Monaten immer mit den Liner/Innenschuhen aus Fleece plus dicken Frotte-Biobaumwollsocken. Dann wäre noch die Frage wie es bezüglich Profil und Rutschfestigkeit aussieht. Uns ist aufgefallen, dass unsere Söhne auch mit Schuhen mit wenig Profil kaum rutschen. Ich denke das kommt davon, dass sie sich nur noch Barfussschuhe gewohnt sind und dadurch einen anderen Stand haben. Wir achten beim Schuhkaufen kaum aufs Profil, weil es für uns und unsere Kinder nicht wichtig ist. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass Kinder die sich Barfussschuhe nicht gewohnt sind, mit MayMayu Explorer am Anfang im Matsch oder auch auf Schnee ziemlich rutschen. Die Modelle für die ganz Kleinen haben kaum Profil und die für die Älteren auch nicht viel mehr.

Die Scheuerfestigkeit der MyMayu ist leider nur mässig hoch. Nach 9 Monaten Gebrauch haben sowohl die Schuhe vom Kleinen wie auch vom Grossen an manchen Stellen kleine Abrieblöcher. Diese Löcher befinden sich zum Glück an Stellen, an denen das Material doppelt ist. z.B. beim Tunnel vom Elastik und am Streifen wo der dünne Stoff an der schwarzen Sohle angeklebt ist. Auch beim Sohlengummi sieht man insbesondere beim Kleinen Abnutzungsspuren, welche wohl vorallem vom Krabbeln sind. Sprich dieser Schuh ist von der Qualität her so wie die Widlinge, bei intensivem Gebrauch ein Wegwerfschuh. Dies finden wir absolut nicht toll. Deshalb hoffen wir, dass bald ein ähnlicher, umweltfreundlicherer und stabilerer Schuh in dieser Art auf den Markt kommt. Bis dahin finden wir die MyMayu’s aber durchaus gut und sicher viel besser für die Füsse als viele andere Schuhe. Immerhin ist dieser Schuh aus recyceltem Material hergestellt und wie schon oben beschrieben ein Barfussschuh, was wir für die Füsse gut finden.

Fazit: Wir finden es ganz toll sind die Sohlen weich und die Schuhe wasserdicht und leicht. Die Schuhe sind total alltagstauglich und machen viel mit. Weniger toll finden wir, dass die Schuhe aus Plastik sind und eigentlich vom Material her den Preis nicht Wert. In unseren Augen gibt es aber nichts vergleichbares oder besseres auf dem Markt.

Zurzeit testen wir die MyMayu Wanderer. Der erste Eindruck ist etwas besser als bei den Explorer. Die Zehenfreit ist viel grösser. Jedoch macht die etwas dickere Sohle den Schuh weniger flexibel. Über unsere Erfahrungen mit dem MyMayu Wanderer werden wir später berichten. (Tanja)

Hier könnt ihr MyMayu bestellen (Die allermeisten MyMayu sind zurzeit ausverkauft. Nachschub gibt es im Dezember 17 oder Januar 18. Der Lieferant kann vorher nicht liefern. Wenn ihr euch in unserem Shop registriert oder unsere Facebookseite liked werdet ihr informiert wann die MyMayus wieder erhältlich sind.)

Zahnpasta machen ist ganz einfach. Es gibt so viele natürliche Dinge, welche antibakeriell, reinigend und erfrischend wirken.

Hier drei Varianten von Zahnpasta:

Weiches Kokosöl mit Xylit mischen. Ideal für Kinder weil sie es mögen und die Zahnpasta weder würzig noch intensiv schmeckt. Besonders bei kleineren Kindern würde ich auf die Zugabe von Natron oder ätherischen Ölen verzichten.

Weiches Kokosöl, Kuruma und Xylit mischen. Kurkuma sorgt für weisse Zähne 🙂

Weichs Kokosöl, Xylit, Natron und ätherisches Lavendelöl mischen. Wirkt sehr antibakteriell und efrischend.

 

Wir benutzen nur noch gekaufte fluorfreie Bio-Zahnpasta wenn wir einmal keine Zeit oder Lust haben Zahnpasta selber zu machen. Weil die Herstellung so schnell geht, ist das äusserst selten. Wir alle fahren sehr gut mit der selbstgemachten Zahnpasta. Unsere Kinder waren noch nie beim Zahnarzt und wir Erwachsenen seit Jahren nicht.

 

Seit wir Kinder haben, fand ich es unangenehm meine Kinder in Plastik einzupacken. Bei der Alltagskleidung ist das Vermeiden von Plastik heute zum Glück schon ziemlich einfach, aber bei der Outdoorbekleidung immer noch eine riesige Herausforderung. In der Vergangenheit recherchierte ich immer wieder im Internet nach preiswerter, veganer, plastikfreier Outdoorbekleidung, fand aber nichts überzeugendes. Ein paar Produkte wurden von uns ausprobiert – aber keines überzeugte uns.

Eines Tages stiess ich in einer Facebookgruppe auf die BUX. Ich studierte gleich eingehend die Webseite von Wind-Wetter-Zeug.de. Weil mich die genaue und übersichtliche Beschreibung mit der Untermalung von Bildern schnell überzeugte, waren ein paar Klicks später  2 BUXen für unsere beiden Jungs bestellt.

Als ich die BUX zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich kurz skeptisch, ich konnte mir noch nicht ganz vorstellen, dass dieser weiche und natürlich anfühlende Stoff wirklich Nässe abhalten kann. Die Hose fühlte sich so gut an und sah für mich auch optisch total gut aus.

Beim Anprobieren kam dann eine Endtäuschung, die beiden Hosen waren noch viel zu gross. Für unser damals 106 cm grosses Kind hatte ich die Grösse 110-122 bestellt, für den Kleinen mit damals knapp 68 cm die Grösse 74-86. Auf die Endtäuschung hin legte ich die Hosen ein paar Tage auf die Seite. Sie  gingen mir aber nicht aus dem Kopf. Den Drang sie zu testen, führte dazu, dass ich die Hosen schon bald wieder hervor holte und den Kindern mit umgekrempelten Hosenbeinen anzog. Und siehe da das Matschen konnte auch mit zu grossen Hosen los gehen.

Die Kinder fühlten sich auf Anhieb sehr wohl in den BUXen. Hätte es aber für den Kleinen ab Stange per sofort eine kleinere Hose gegeben, hätte ich bestimmt gleich die Kleinere bestellt. Er war damals 6 1/2 Monate alt und total aktiv am herum kriechen. Für den Grossen habe ich gleich noch eine Nummer kleiner nachbestellt. Da die Lieferfrist etwas länger dauerte und wir uns in der Zwischenzeit ans umkrempeln gewöhnt hatten, bestellten wir diese Hose schlussendlich aber wieder ab. In der Zwischenzeit war unser Grosser auch gewachsen und passte deshalb immer besser in die Hose. Trotz allem empfehle ich, die Hose grössenentsprechend zu kaufen, denn sie ist wirklich reichlich gross geschnitten und passt bestimmt noch eine Weile über die angegebene Grösse hinaus.

Unsere Erfahrung mit der BUX

  • Die BUX ist allwettertauglich:
    Wenn die Hose nass wird, wird es am Anfang leicht feucht darunter. Sobald der Stoff aufgequollen ist, kommt keine weitere Nässe mehr durch. Im Winter trugen unser Kinder deshalb eine Biobaumwollfleecehose darunter. Diese Hose nahm die durchgedrungene Feuchtigkeit zuverlässig auf, so dass die Strumpfhose darunter nie Feucht wurde. Im Sommer schwitzten die Kinder nie mit der BUX. Die BUX ist sehr luftig geschnitten und zudem atmungsaktiv. Man kann die BUX ganz praktisch, der Jahreszeit und Witterungsensprechend mit diverser Kleidung aus natürlichen Materialien kombinieren.
  • Nässe:
    Ist die BUX mal nass trocknet sie bei sonnigem Frühlings-, Sommer- und Herbstwetter sehr schnell wieder. Wir waren oft mit der BUX im Regen, im feuchten Gras und im Schnee unterwegs. Die BUX hat dabei unsere Erwartungen mehr als übertroffen, auch wenn die Kinder manchmal etwas feucht darunter waren. Dennoch war uns von Anfang an klar, dass die BUX den Kontakt mit grösseren Mengen Wasser nicht aushält. Wenn die Kinder sich in den See im Sandkasten setzten und so weiter spielten wurde ihre Kleidung darunter nach relativ kurzer Zeit nass. Ebenso würde die BUX durchlassen, wenn die Kinder damit durch knietiefes Wasser waten würden. Wasserspritzer hält aber die BUX problemlos ab. Bezüglich Regen ersetzt sie für uns zweifellos eine Regenhose. Wir gehen mehrmals pro Woche bei jedem Wetter eine ca. 2.5 km lange Strecke zu Fuss. Die BUX ist dabei unser treuer Begleiter und hat diesen Härtetest für unsere Bedürfnisse problemlos Bestanden. Diese Strecke führt uns durch ein 1 km langes Waldstück, in dem unser Grosser oft offroad unterwegs ist, auch dabei können wir auf die BUX zählen. Der Kleine kroch im letzten Jahr fast täglich in der BUX im Freien herum. Die BUX war dabei einfach perfekt für seine Entdeckungstouren. Ich war selber erstaunt, dass beim kriechenden Kleinen nicht mehr Feuchtigkeit durch den Stoff drang als beim Grossen, der viel weniger oft auf den Knien unterwegs ist. Übrigens: Wenn wir das Gefühl haben, dass die Nässebeständigkeit nach lässt, waschen wir die BUX hin und wieder mit der Nikwaximprägnierung in der Waschmaschine. Nach so einem Waschgang, sieht man dann gleich wieder richtig gut wie Wassertropfen an der BUX abperlen.
  • Abriebfestigkeit:
    Wow da kann die BUX zweifelsohne hoch trumpfen. Unser Kleiner hat einige Hosen durchgeraffelt auf seinen Erfkundungstouren auf den Knien. Der BUX sieht man kaum was an. Der Stoff fühlt sich immer noch gleich dick an. Der Grosse rutscht mit der BUX auf dem Po Hänge im Wald hinunter, kletter über Steine hoch, kriecht und rutscht durchs Gras, klettert stundenlang auf Spielplätzen herum, hilft dem Papa bei Outdoorarbeiten, all das macht die BUX problemlos mit ohne Scheuerspuren aufzuweisen.
  • Schmutz:
    Unsere BUXen werden täglich schmutzig. An das ausklopfen und Stellenweise auswaschen musste ich mich gewöhnen. Ich werfe gerne am Abend die schmutzigen Kleider einfach in die Waschmaschine und fertig. Die BUX braucht da meiner Meinung nach ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, da Mensch sie nicht in der Waschmaschine waschen sollte. Ich habe mich nun daran gewöhnt, dass die Kinder auch oft wieder schmutzige BUXen anziehen, weil ich entweder keine Lust hatte die BUX zu säubern oder weil ich es vergessen habe. Mir ist aber auch klar, dass unsere BUXen, wegen unserem Wohnort, mitten in der Natur, weit überdurchschnittlich beansprucht werden. Die Kinder haben direkt vor der Haustür so viele Möglichkeiten zum Spielen und Matschen, dass ich die BUXen mehrmals tägliche reinigen könnte. Bei vielen anderen Familien ist dieses Angebot viel kleiner und deshalb müsst ihr euch diesbezüglich auch keine Sorgen machen!
  • Winter:
    Wir haben uns für den Winter für eine doppelte BUX pro Kind entschieden. Diese Entscheidung war für unsere Bedürfnisse die Richtige, da wir für die Zukunft eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Skihosen suchten. Diese BUX liess soweit ich weiss nie spürbar Feuchtigkeit durch auch wenn die Kinder längere Zeit im Schnee sassen oder im Schnee herum krochen. Ich hatte mit den doppelten BUXen im Winter einfach ein besseres Gefühl. Insbesondere wenn ich mit den Kindern zu Fuss unterwegs war, war es mir wichtig, dass die Kinder nicht kalt hatten oder plötzlich doch nass wurden. Zuhause ums Haus haben wir immer mal wieder auch die einfache, „normale“ BUX getestet und konnten feststellen, dass sie durchaus auch wintertauglich ist. Sie lässt zwar nach einiger Zeit, je nach Schnee früher oder später Feuchtigkeit durch, aber nur so viel, dass sie von der Biobauwollfleecehose problemlos aufgenommen werden kann. Bezüglich Kälte experimentierten wir mit unterschiedlichen Kombinationen von Kleidungsstücken und Kleidungsschichten. In der Regel reichte beim Kleinen eine dicke Biobaumwollstrumpfhose und die Biobaumwollfleecehose unter der BUX für einen ca. 1-1.5 Stündigen Aufenthalt im Schnee. Danach hatte er von dem kalten, nassen Zeug sowieso genug. Waren wir länger draussen unterwegs trug ich ihn oft mit der selben Kleidungskombination unter meiner Softshelltragejacke. Der Grosse trug in der Regel Biobaumwollleggings und Biobauwollfleecehosen darunter. Manchmal noch eine zusätzliche Trainerhose.
  • Tragegefühl:
    Die Hose ist so weich, ausser sie ist total nass, dann ist sie hart :-). Der Schnitt ist so kinderfreundlich und luftig. Das Ein- und Aussteigen ist einfach. Durch die verstellbaren Druckknöpfe bleibt ein gutes Tragegefühl erhalten auch wenn ein dicker Pullover darunter angezogen wird oder eine Jacke. Einfach einen Knopf weiter stellen und die Bewegungsfreiheit bleibt erhalten. Der Grosse mag die BUX eigentlich liebend gerne, trotzdem will er sie zwischendurch nicht anziehen, der Grund ist, das für ihn etwas umständlichere Pinkeln. Wenn er ganz dringend muss….wünscht er sich immer mal wieder ganz laut eine BUX ohne Träger. 🙂

Fazit

Die BUX ist für uns die perfekte Ganzjahres- und Allwetter- Hose. Sie ist gemacht für naturnahe Outdooraktivitäten. Sie ersetzt bei uns Regenhosen, Outdoorhose, Arbeitshose und Skihose. Wer jedoch eine 100% wasserdichte Outdoorhose sucht findet diese in der BUX nicht. Wir als naturliebende Familie, brauchen keine 100% wasserdichte Outdoorhose, wir brauchen nur einen zuverlässigen Outdoorbegleiter, der unseren Ansprüchen gerecht wird. Diesen Begleiter haben wir in dieser schönen, fair produzierten, vielseitigen, umweltfreundlichen Hose gefunden. Wir würden sie nicht mehr hergeben und können mit gutem Gewissen sagen, dass für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Laut diversen Test des Herstellers kann die Hose für mehrere Kinder gebraucht werden. Sie sei über mehrere Jahre problemlos verwendbar. Wir haben die Hose seit Juli 2016. Bei unserem intensiven Gebrauch sind wir zufrieden wenn sie nach einem Jahr noch brauchbar ist, mehr erwarten wir nicht, sind aber natürlich froh wenn wir sie auch noch länger brauchen können. Schön ist zudem zu wissen, dass die Herstellerin Reparaturmaterial anbietet, sollte doch mal was kaputt gehen. Natürlich hält auch die BUX nicht allem stand.

Ach ja und was ich noch erwähnen wollte, wir finden es ganz toll, dass die Kinder die BUX ob Winter, Frühling, Sommer oder Herbst, denn ganzen Tag anbehalten können ohne zu schwitzen, ohne sich eingepanzert zu fühlen und ohne das Gefühl zu haben doch die falsche Kleidung gewählt zu haben. Seit wir die BUX haben, schleppe ich kaum noch Ersatzkleidung für die Kids mit mir herum, weil wir keine Ersatzkleidung mehr brauchen.

Nun zum Ausklang dieses Textes soll gesagt sein, dass der Klang der reibenden BUX um Welten schöner ist als das Gummi-Plastik-Quitschen von weitverbreiteten Outdoor- und Regenkleidung. Zudem können die Kinder mit ihr ganz bequem am Lagerfeuer sitzen ohne vor Funken weghüpfen zu müssen. 🙂 Für uns ist die BUX Regenschutz, Sonnenschutz, Zeckenschutz, Kälteschutz, Schmutzschutz, Insektenschutz, Schürfschutz…. alles in einem.

Zum Schluss noch ein ganz grosses Lob an Zora (der Mutter von BUX). Wir finden es extrem cool, dass du sogar bei den Gummizügen, dem Garn und allen weiteren Zusatzteilen  auf umweltfreundliche und chemiefreie Produkte achtest!

In der Schweiz könnt ihr die BUX hier bei uns kaufen

Nun ist es endlich soweit – In den nächsten Tagen werden die ersten BUX aus unserem Lager versendet! Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten.

Die ersten Bestellungen werden wir am 24. Dezember persönlich übergeben. Wir freuen uns, euch nun direkt ab Lager beliefern zu können. Die erste Lieferung hat sich aufgrund von Importschwierigkeiten etwas verzögert.

Wir haben die Bux Wind-Wetter-Hosen in verschiedenen Farben und Grössen an Lager und versenden diese innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Der Matsch und Schlamm kann kommen!

Als ich mit dem zweiten Kind schwanger war, habe ich zum dritten mal das Buch von Willi Maurer „Der erste Augenblick des Lebens. Der Einfluss der Geburt auf die Heilung von Mensch und Erde“ gelesen.

Folgende stelle möchte ich hier zitieren (S. 304) (Taro ist die 2.5 Jährige Tochter von Clara):

Um vor unserem Weggehe noch eine dringliche E-Mail zu schreiben, begebe ich mich zwei Stockwerke höher. Nach kurzer Zeit kommt Taro, die sich offensichtlich für mich interessiert, allein die steile, praktisch geländerlose Wendeltreppe hoch. Mir stockt für einen Moment der Atem, doch ein helfender Eingriff ist nicht mehr möglich, denn schon ist sie oben. Clara hatte mir schon zuvor erklärt, dass Taro sich auf Treppen und Mauern völlig sicher bewege, da sie von klein auf instintiv gelernt habe, sich diesbezüglich nichts zuzutrauen, was sie nicht vorher >>be-griffen << habe.

Taro erkundet mein Arbeitszimmer und will sich anschliessend wieder auf den Rückweg ins untere Stockwerk machen. Ich bin entschlossen, mich vorsichtshalber unter die Treppe zu stellen, falls sie ausrutschen sollte. Doch erst einmal lasse ich ihr Zeit, sie hat sich offensichtlich doch noch nicht entschieden, die Treppe hinunterzugehen. Sie sitzt auf der obersten Stufe, schaut hinunter und äussert Laute des Zweifels und des Bedarfs nach Hilfe. Obwohl sie zur Mutter zurück will, stürmt sie nicht einfach los, weil sie sich das offensichtlich schwierigere Hinuntersteigen noch nicht zutraut, und so trete ich in Aktion, um sie auf dem Treppenstück zu begleiten. Aha, denke ich, wenn das feine Signal dieses Kindes gehört wird, muss es gar nicht erst laut werden. Doch wenn es nicht gehört würde, würde es selbstverständlich nicht zögern, mit aller Kraft zu schreien. Wie wunderbar ist doch diese Fähigkeit so klar um Hilfe zu rufen. Ein Stück gegenseitiges Vertrauen ist am Wachsen, ein Stück >>Neue Erde<< ist entstanden.

Wir haben uns entschieden unser zweites Kind von Anfang an noch mehr selbst machen zu lassen als das Erste. In den ersten Monaten waren wir immer ganz nahe bei seinen Neuenddeckungen dabei. Wir liessen es aber machen. Mit 6 Monaten fing es an zu kriechen. Mit 6.5 Monaten konnte es sich an Gegenständen hochziehen und stehen. Mit 8 Monaten konntdsc_1657e es an Gegenständen entlang gehen. Danach fing es mit 8.5 Monaten selbst an zu sitzen. Zuerst in einer Art knienden Position zwischen den Beinen, später mit gestreckten Beinen.  Um Distanzen einschätzen zu lernen, wurden Hindernisse zuerst vorwärts überwunden oder vorwärts Höhen abgetastet. Mit ca. 9.5 Monaten ging es automatisch rückwärts vom Sofa runter. Diese Fähigkeit wurde ein paar Tage ein geübt bis wir das Kind auch ohne dabei zu sein, machen liessen. Etwas später mit ca. 10 Monaten übte es aufs Sofa hinauf zu klettern bis auch das klappte. Ebenso mit 9.5 Monaten fing es sich an, fürs Treppensteigen zu interessieren. Wir begleiteten unser Kind während der ersten Zeit ganz nahe beim Treppensteigen. Nach einem Monat liessen wir es die ersten vier Stufen aus Sichtweite hinauf krabbeln. Seit es nun 11 3/4 Monate alt ist, geht es unsere Treppe selbständig hinauf und runter ohne das wir direkt dabei sind. Oft sind wir aber noch in der Nähe. Ebenso klettert unser Kind selbständig auf den Kletterbogen und wieder runter. Weiter haben wir sowohl in der Küche wie auch im Badezimmer einen Zweitritt auf welche es selbständig hinauf und runter klettert. Manchmal sind wir direkt dabei und manchmal nicht. Wenn ich merke das das Kind müde ist, stelle ich entweder diedsc_1960 Zweitritte an einen unerreichbaren Ort oder begleite das Kind eng bei seinen Erkundungen. Es macht so viel Freude zu sehen was schon kleine Kinder für Fähigkeiten haben, wenn man sie nur lässt. Ein Restrisiko gibt es immer, wobei ich dieses nicht grösser einschätze als beim Fünfjährigen, denn unser Kind ruft uns zuverlässig, wenn es nicht mehr weiterkommt, wenn es nicht mehr mag oder wenn es in einer Lage ist, aus der es nicht selbst wieder heraus kommt. Ich bin der Meinung, dass, wenn wir in der Anfangsphase vom einüben von neuen Fähigkeiten in Bereitschaft stehen und die Kinder erst ganz selber lassen, wenn sie sich und wir uns dabei sicher fühlen, vieles Unvorhergesehenes vermieden werden kann.

Für uns machen Treppenabsperrungen, Laufgitter, Schrankverschlüsse, Learningtower etc. wenig Sinn.

Glück kann nur in der Gegenwart stattfinden, nicht in der Zukunft. Wir haben nur die Möglichkeit, jetzt und heute und hier an diesem Ort glücklich zu sein, in der Situation, in der wir uns im Moment befinden.
Lienhard Valentin

Dieses Zitat aus dem Buch „Die Kunst, gelassen zu erziehen“ passt super in unsere Zeit. Immer mehr Leute streben ein mehr an, setzen dem Glück Bedingungen wie z.B. „Wenn ich doch nur … hätte, dann wäre ich Glücklich“, anstatt im hier und jetzt sein Glück zu sehen. Wir oder die Meisten unter uns haben das Glück, alles zu haben was sich viele nur erträumen können. Wir haben es, nur – sind wir auch glücklicher damit? Meistens nicht, denn Materialismus macht an sich nicht glücklich.

Also nehmen wir uns doch zu Herzen, und suchen das Glück im hier und jetzt.

Der erste Besuch mit Kinder im Verkehrshaus.

Es waren fast zu viele Eindrücke. Nach drei Stunden war es definitiv genug.

Vieles wurde begeistert angesehen. Alles wurde dem Tempo des Kindes angepasst.

Jetzt sollten wir eigentlich Zeit haben in den nächsten Wochen immer Mal wieder ins Verkehrshaus zu gehen, damit unser Grosser sich dort wohlfühlen und die Dinge in sich aufsaugen kann. Leider müssen wir die kommenden Besuche auf nächstes Jahr verschieben.

Wir haben für uns entschieden, dass wir mit den Kindern so lange ein Museum besichtigen bis sie genug davon haben und erst dann das nächste anschauen. Eigentlich sind wir noch beim naturhistorischen Museum in Bern. Dieses haben Vater und Sohn in den letzten Wochen sechs mal besucht und das Interesse des Kindes ist immer noch da.

Im Verkehrshaus waren wir nur, weil uns der Weg aus einem anderen Grund letzten Sonntag nach Luzern führte. Ich wollte wieder einmal zwei Sachen verbinden, was hier eine machbare aber nicht besonders kinderfreundliche Entscheidung war.